1. Ein Schicksal auf Rädern 12


    Datum: 26.03.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,

    ... gebacken - Zimtschnecken, ihr müsst es unbedingt probieren!"
    
    Schwanger, registrierte Anna sofort. Ein blitzschneller, zufriedener Gedanke schoss ihr durch den Kopf: *Gut. Sehr gut. Das macht es einfacher. Eine Frau, die schon empfangen hat und ein Kind im Bauch trägt macht ihren Ehemann weniger eifersüchtig. Schließlich kann sie kein Fremder mehr schwängern.*
    
    Während Lars seinen Gast wortreich zu seinem neuen Gaul - einem kaltblütigen Ungetüm - führte,
    
    geleitete Solveig Anna mit ihren Kindern ins Haus. Es roch nach Holz, Heu, frischem Gebäck
    
    und einer leichten Note saurer Milch - der Duft eines bescheidenen, aber lebendigen Heims. Solveig setzte eine Kanne Kaffee auf und schob einen Teller dampfender, zuckerglänzender Zimtschnecken über den grob gezimmerten Tisch.
    
    "Also, erzähl!", forderte Solveig Anna auf, sich selbst in einen Schaukelstuhl fallen lassend und genüsslich in eine Schnecke beißend. "Zwei Kinder hast du schon in deinem jungen Alter, ja? Jakob und... Angel? Wie niedlich sie sind! Lars und ich... wir können es kaum erwarten!" Ihre Hand strich liebevoll über ihre Wölbung, während sie mit der anderen Jakob über das Haar streichelte, der gerade am Boden zu ihren Füßen krabbelte, während Anna die schlafende Angel auf den Tisch ablegte.
    
    Sie lächelte verbindlich, kostete den starken und bitteren Kaffee und das weiche und süße
    
    Gebäck. "Ja, es ist eine wunderbare, aber auch fordernde Zeit gerade", begann sie mit sanfter Stimme. Sie erzählte von ...
    ... Jakobs ersten Schritten, die immer wieder missglückten und von Angels feurigem Temperament während des Stillens, das sie ganz nach ihrem Vater zu haben schien. Das letztere sprach sie aber nicht aus.
    
    Dann Sie gab bereitwillig Tipps -- gegen die morgendliche Übelkeit und für bequemere
    
    Schlafpositionen, wie ein Kissen zwischen den Knien, über die Bedeutung ruhiger Abende vor der Geburt. Solveig lauschte aufmerksam, nickte eifrig und stellte weitere Fragen.
    
    Eine natürliche Vertrautheit schien sich sofort zwischen den beiden zu entwickeln, eine Verbindung durch die gemeinsame Erfahrung der Mutterschaft.
    
    Anna wartete den richtigen Moment ab, als Solveig sich nach einem weiteren Stück Gebäck, mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen lehnte, senkte sie ihre Stimme zu einem vertraulichen
    
    Ton. "Es ist so wichtig, in dieser Zeit... Stabilität zu haben. Vertrauen. Besonders zwischen Mann und Frau, und vorallem zwischen Freunden die Verbindung zu stärken."
    
    Sie hielt inne, ließ die Worte wirken. Solveig nickte ernst. "Oh ja! Lars ist ein Schatz, wirklich. Aber manchmal... er ist so voller Tatendrang, weißt du? Immer unterwegs und immer ist was zu tun auf der Farm. Da fühlt man sich schon mal... allein."
    
    Anna lächelte verständnisvoll. "Das kenne ich. Friedrich war auch so. So voller
    
    Energie bis wir eine Lösung fanden." Sie lehnte sich leicht vor. "Manchmal denke ich... diese Energie, diese... Lebenskraft eines Mannes... sie braucht gewisse Ventile. Sonst staut sie ...
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