1. Ein Schicksal auf Rädern 12


    Datum: 26.03.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,

    ... entlockte. Solveig zerrte sie vom Stuhl und riss sie hoch. Anna krallte sich verzweifelt an Solveigs Armen fest,
    
    versuchte sich zu wehren, aber gegen die rohe Kraft dieser massigen brünetten war sie chancenlos.
    
    "RAUS! RAUS AUS MEINEM HAUS! RAUS AUS MEINEM LEBEN!" Solveig schleifte
    
    Anna über den groben Holzboden, Richtung Tür, während Jakob arglos hinterher krabbelte. Annas Füße fanden einfach keinen Halt, sie stolperte und wurde dennoch weitergezerrt. Ein Stuhl fiel um. Die Kanne Kaffee kippte und ergoss sich über den Tisch, über Solveigs kostbare Kanelbullar aber verfehlte zum Glück die kleine Angel.
    
    Die Tür flog auf. Draußen standen Friedrich und Lars, erstarrt mitten in einem Satz über der Zucht von Schaafen. Ihre Gesichter waren Masken des puren Entsetzens. Lars starrte auf seine tobende Frau, die eine blutende Anna am Haar aus ihrem Heim schleifte, wie eine Wildkatze ihre Beute."Solveig?! Was im Namen-"
    
    Friedrich sah nur Annas gequältes und blutiges Gesicht, machte sich umgehend ins Haus, nahm Angel und Jakob in den Arm und trat wieder hinaus. Als er dann das wütende Gesicht von Solveig
    
    Nielsen, das einer Furie glich sah konnte er sich den Ausgang reimen.
    
    *Wieder gescheitert*, schoss es ihm durch den Kopf, begleitet von einer Welle echter Besorgnis um seine Frau. Und dieses Mal wollte sie es auf zivilisierte Weise regeln...
    
    Er reagierte instinktiv. Er stürzte nicht mit den Kindern im Arm auf Solveig zu - das hätte ein Desaster bedeutet. ...
    ... Stattdessen rannte er zum
    
    Planwagen, legte sie ab und machte den Wagen startfertig.
    
    "ANNA! HIERHER!" Er streckte die Arme nach ihr aus.
    
    Solveig hatte Anna bis vor den Wagen geschleudert. Sie landete hart auf den Knien im Staub des Hofes."UND KOMMT NIE WIEDER!", brüllte Solveig, keuchend, ihr Gesicht war hochrot geworden, Tränen der Wut mischten sich mit dem Schweiß auf ihrer Stirn. Sie stand da, wie
    
    eine Walküre in Erwartung, die Hände zu Fäusten geballt, ihr Blick voll ungebrochenem Hass auf Anna gerichtet.
    
    Friedrich sank neben Anna. Er packte sie unter den Armen und zerrte sie wieder hoch.
    
    Sie war nur noch ein zitterndes, weinendes Bündel. Ihr Haar war zerzaust, ihr Kleid verdreckt, und der blutende Kratzer auf ihrer Wange sah schlimm aus. Kein Wort
    
    kam über ihre Lippen, nur schluchzende Atemzüge. Er half ihr, fast trug er sie, zum Planwagen. Mit letzter Kraft schob er sie auf die harte Holzbank.
    
    Lars Nielsen stand immer noch wie angewurzelt da, völlig überfordert und fragte sich was das alles sollte. Er betrachtete abwechselnd seine tobende Frau und die fliehenden Webers.
    
    "Solveig.... Liebling... was...?" Friedrich kletterte geschwind auf den Bock und riss an den Zügeln. Die alten Stuten schnaubten erschrocken und setzten sich ruckartig in Bewegung. Der Planwagen rumpelte über den unebenen Hof, weg von dem Blockhaus, weg von der zeternden Solveig und weg von Lars' verdutztem Gesicht.
    
    Wintertheater:
    
    Der Rückweg von der letzten, katastrophal ...
«12...606162...73»