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Die Kubanerin
Datum: 03.04.2026, Kategorien: Schamsituation
... mich. Langsam kroch in mir ein ungutes Gefühl hoch. Mit einem Ton, der mir durch Mark und Bein ging, rief sie: „Bleib stehen! Ich muss mit dir reden.“ Ich blieb nicht stehen, ich erstarrte. Sie kam auf mich zu, mit einem freundlichen Lächeln, was mich noch mehr verunsicherte. „Zuerst möchte ich mich bei dir für das schöne Geschenk bedanken. Dann muss ich mit dir reden, aber nicht jetzt und nicht hier. Nach der Schule, bei mir.“, sagte sie. Der letzte Satz klang schon eher wie eine Drohung. Da ich immer noch nicht wusste, was da am Sonntag mit mir abging, legte ich keinen gesteigerten Wert auf ein Gespräch. Also machte ich mich nach der Schule durch den Nebeneingang, aus den Staub. Dachte ich zumindest. Gleich hinter der ersten Biegung stand Mariposa. Sie lächelte und sagte: „Du bist so was von vorhersehbar. Vor was willst du dich drücken? Vor was hast du Angst? Ich will mit dir nur reden. Also los, wir gehen zu mir. Keine Sorge… wir sind alleine.“ Die Anspannung in mir liess nicht nach. Die Aussage das wir alleine sind, machte es auch nicht besser. Im Gegenteil. Wenigstens hatte ich noch ein paar Minuten um über alles nachzudenken. Hoffte auf die grosse Erleuchtung, oder wenigstens auf einen Blitzschlag. Kam beides nicht. Kurze Zeit später. Mariposa bat mich rein und wir gingen in die Küche. Eine ziemlich grosse Küche. Sie fragte, ob ich etwas zu Trinken haben möchte. Ich fragte nach Milch. Sie schaute etwas verblüfft und sagte, ich solle mich setzen. Langsam ...
... entspannte ich mich, war nicht mehr so aufgeregt und dieses Gefühl der Machtlosigkeit wich langsam. Konnte auch schon wieder etwas klarer denken. Allerdings wusste ich immer noch nicht, was gestern mit mir los war. Nach dem ersten Glas Milch, ging es mir besser. Da ich aber nicht über mein Problem sprechen wollte, sie davon auch nicht wirklich, was mitbekam, wartete ich ab, was sie sagen würde. Dazu kam, dass ich ja selber nicht wusste, was mit mir war. Nachdem Mariposa mein Glas noch mal auffüllte, setzte sie sich und fing an zu reden. Als Erstes hatte sie sich noch mal für das Geschenk bedankt. Dann hat sie sich sogar für ihre, aus ihrer Sicht, abfällige Begrüssung entschuldigt. Mariposa nahm an, dass ich wegen ihrer abfälligen Begrüßung so geschockt war und ihr darum das Geschenk in die Hand gedrückt habe und abgehauen bin. Was so natürlich nicht stimmte. „Nein, nein, das war nicht der Grund, und so abfällig war die Bemerkung gar nicht“, sagte ich. „Wieso warst du dann so geschockt, hast dagestanden wie angewachsen?“, wollte sie wissen. Mit einem Gesichtsausdruck als wäre ihr gerade eine Erleuchtung gekommen und einem Ton der Verwunderung, fragte sie: „Jetzt sag nicht, weil ich nackt war? Das ist jetzt nicht dein Ernst. Das kann ich dir er…“, „Halt Warte! Das war auf keinen Fall der Grund“, unterbrach ich sie. Das musste ich unbedingt aufklären. Also sagte ich: „Der Grund warst nicht du, sondern die Frau, die mir die Tür aufmachte und dich dann gerufen hatte. ...