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Die Kubanerin
Datum: 03.04.2026, Kategorien: Schamsituation
... Ich hoffe, dass es nicht deine Mutter war. Dann die ganzen Mädchen, die mich angeschaut hatten, als sei ich vom Himmel gefallen. Dabei standen die doch nackt im Flur. Hat denen auch gar nicht gestört. Standen da und machten sich über mich lustig.“ Mariposa schaute mich mit einem breiten Grinsen an und sagte: „Keine Angst, das war nicht meine Mutter. Das war ihre Schwester, also meine Tante. Na ja, die anderen fanden es lustig, dass da ein Junge vor der Tür stand. Denn meine Tante hatte nur ins Zimmer gerufen, dass da ein Junge mit einem Geschenk steht und kein Wort spricht. Da wurden sie neugierig und wollten einfach nur schauen. Fanden es lustig, wie du dastandst und kein Wort rausgebracht hast. Aber Mund und Augen aufhattest.“ Ich fand das im Nachhinein nicht lustig. Ich sagte aber nichts, schaute nur auf mein leeres Glas. Was Mariposa wohl für eine Aufforderung hielt und die Milchflasche aus dem Kühlschrank holte. Als sie mir das Glas auffüllte, sah sie mich nachdenklich an. Ich wusste, dass jetzt gleich wieder was Unangenehmes kommt. Und richtig. „Woher wusstest du, dass wir Nudisten sind?“, begann sie. „Es schien dich ja nicht zu stören, dass wir alle nackt waren. Bis auf meine Tante, die dich wohl erschreckt hat. Du weisst, was Nudisten sind?“ Hakte sie noch nach. „Ja. – Nein.“, sagte ich und Mariposa Schaute etwas verwirrt. Genau in dem Moment, als sie was sagen wollte, antwortete ich: „Ja – ich weiss, was Nudisten sind. Brauchst es nicht zu erklären. Nein ...
... – ich habe nicht gewusst, dass ihr Nudisten seid. Das es mich nicht gestört hat, dass ihr nackt wart, liegt daran, dass du, besser gesagt, ihr nicht die ersten nackten Mädchen wart, die ich gesehen habe. Aber die ersten Dunklen und ich muss zugeben, es sah sehr hübsch aus.“ „Warum bist du dann nicht reingekommen?“ Wollte sie wissen und grinste mich wieder an. Ich wusste nicht mal, warum ich da war oder warum ich ein Geschenk kaufte, da weiss erst recht nicht, warum ich nicht mit rein bin. Sollte ich sagen, dass ich mich geschämt hätte? Das es mir vor so vielen nackten Mädchen und ner erwachsenen Frau peinlich wäre? Auf keinen Fall. Beim Gedanken: „Was hätte ich gemacht, wenn ich eine Latte bekommen hätte?“ Musste ich schmunzeln. Wohl meine erste Positive Regung an dem Tag. Ausnahmsweise blieb ich mal bei der Wahrheit und erklärte ihr, dass da alles zusammenkam. Die vielen Leute…, die mich anstarrten, dass ich Menschen allgemein nicht mag. Was aber nichts mit ihr oder ihrer Familie zu tun hat. Dass ich genau an dem Tag, genau in der Situation eine Art Aussetzer hatte, es aber nicht erklären konnte, da es mit meinem Aufenthalt in der Klapps-Mühle zu tun hatte. Ich bin nie dahintergekommen, was es war. Ihr Gesicht sah verwundert aus. Wohl deshalb wechselte sie schnell das Thema. Bedankte sich noch mal dafür, dass sie nicht mehr Kokosnuss genannt wird. „Ja, klar hat Freddy dafür gesorgt, aber jeder weiss doch wer dahintersteckt.“, meinte sie. Dann schaute sie mich ...