1. Der Zugucker


    Datum: 08.04.2026, Kategorien: Reif

    ... sollte das jetzt weitergehen? Wie mit Herwig und mir und wie mit Konrad.
    
    Letzteres beantwortete er selbst. Zu meiner Überraschung war er bereits fertig angekleidet, als ich, in einen keuschen Frotteebademantel gehüllt, im Wohnzimmer erschien.
    
    „Du willst schon gehen?", fragte ich überrascht und er nickte: „Ich denke, ihr solltet jetzt alleine sein. Außerdem ist es schon spät."
    
    Er wandte sich Herwig zu, der in Unterhosen in seinem Sessel saß: „Also, mach´s gut, altes Haus, und sieh zu, dass du das in den Griff kriegst!"
    
    Herwig zog sich an ihm hoch, legte ihm die Hand auf die Schulter und sagte: „Mach ich, und vielen Dank!"
    
    Konrad war das aber offenbar zu wenig, er setzte nach: „He, Alter, ich mein´s ernst. Denk auch an Betty, hörst du!"
    
    Herwig machte ein überraschtes Gesicht: „Aber das tue ich ja, war doch auch schön für sie", und dann zu mir, „oder etwa nicht? Es hat dir doch gefallen, gib´s zu!"
    
    Ich nickte und ersparte mir eine direkte Antwort. Stattdessen forderte ich Konrad auf: „Komm, ich bring dich raus!"
    
    An der Haustür blieb er stehen, nahm mich an beiden Händen und sagte leise: „Hör mal, wenn dir das Zuviel wird, melde dich. Du weißt, ich bin für dich da!"
    
    Ich quälte mir ein selbstsicheres Lächeln ab und strich ihm kurz über die Wange: „Geht schon klar, trotzdem danke" und dann stellte ich mich auf die Zehenspitzen und flüsterte ihm ins Ohr: „Es war schön mit dir!"
    
    Da nahm er mich in die Arme und gab mir noch einmal einen Kuss, aber einen ...
    ... richtigen. Ich ließ ihn noch einmal mit seiner Zunge durch meine Mundhöhle toben, aber als ich spürte, wie es im Döschen zu klopfen begann, stieß ich ihn weg und sagte laut: „Alles Gute und komm gut ins Hotel!"
    
    Damit stieß ich ihn bei der Haustür hinaus, winkte noch einmal und schloss ab.
    
    Mit zitternden Knien lehnte ich mich kurz dagegen, bevor ich zurück zu Herwig ging. Das heißt, gehen wollte, denn er war nicht mehr da. Ich nahm an, er sei im Bad und räumte auf, bevor ich ihm nach oben folgte.
    
    Er lag schon im Bett und als ich den Schlafmantel ablegte, sagte er leise: „Komm her, Nachthemd brauchst du keines!"
    
    Das war mir aber nun doch zuviel: „Jetzt hör aber auf! Mir reicht es wirklich für heute. Du hast deinen Spaß gehabt, aber jetzt will ich schlafen. Heb dir das für die nächsten Tage auf, oder willst du jetzt wieder wochenlang nicht schlafen mit mir?"
    
    Er hob die Hände: „Ist ja gut. Ich dachte, weil du so gut drauf warst heute. Es hat wirklich geil ausgesehen, wie du...!"
    
    „Sei still!", schrie ich ihn an, „ich hab das dir zuliebe getan, aber das war´s auch schon. Beschreibungen brauche ich keine davon, verstehst du?"
    
    „Ok, ok, aber vergiss nicht, eigentlich haben wir das doch deinetwegen gemacht, du warst ja unterfordert!"
    
    Ich schluckte hinunter, was ich hatte sagen wollen, sonst wäre der Abend wohl noch in einem wüsten Streit geendet. Stattdessen drehte ich mich auf die Seite, murmelte „Gute Nacht" und stellte mich schlafend. Er drehte sich zu mir und ...
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