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Der Zugucker
Datum: 08.04.2026, Kategorien: Reif
... als ich aufschrie: „Herwig, spinnst du!", und Konrad ihn mit großen Augen perplex ansah, sprach er ganz ruhig weiter: „Weißt du, mein Freund, ich kann momentan nicht, so wie sie möchte. Sie ist vernachlässigt und ich habe mal gelesen, dass man das an der Ausdünstung feststellen kann!" Ich wäre am liebsten in einem Mauseloch verschwunden, aber nicht, ohne ihn vorher umzubringen. Wie konnte er nur? So etwas spricht man einfach nicht aus und mir zu unterstellen, dass ich nach Wollust roch - einfach unglaublich! Aber Konrad erwies sich wieder einmal als wahrer Gentleman und Freund. Er legte einen Arm um meine Schulter und sagte beruhigend: „Nicht doch Betty, wozu sind Freunde da? Was ist denn los, Herwig, hast du Potenzprobleme? Ich kenne da einen...!" Doch der hob beide Hände: „Nein, das ist es nicht, es ist hier oben. Ich..., ach ich weiß nicht, wie ich das sagen soll. Ich möchte zusehen!" Es wurde für einen Moment ganz still im Raum. Ich starrte ihn entgeistert an, registrierte das hilflose Lächeln in seinem plötzlich alten Gesicht und fragte leise: „Wie meinst du das? Wobei?" Wieder war Konrad zur Stelle und es entging mir nicht das leichte Beben in seiner Stimme: „Du willst Betty zusehen, wenn sie mit jemandem anderen...?" Herwig nickte verzweifelt: „Ja, das ist so etwas wie eine Obsession geworden. Ich kann normal nicht mehr, das bereitet mir kein Vergnügen. Ich möchte, dass Betty mit einem anderen Mann vögelt, ich möchte dabei zusehen und nachher oder ...
... auch während des Ganzen mit ihr schlafen." Er zuckte mit den Schultern: „Ich weiß, wie sich das anhört. Pervers! Aber was soll ich tun, ich musste es einfach loswerden!" Ich war den Tränen nahe: „Aber warum hast du nie etwas gesagt? Das ist ja furchtbar!" „Was?" „Na, dass du das mit dir herumträgst. Ich bin doch deine Frau, Herwig!" „Ach Betty, ich hab mich einfach geschämt!" Mit zitternden Fingern griff ich nach meinem Weinglas, spürte die beruhigende Hand Konrads auf meiner Schulter, das sanfte Streicheln und fühlte seinen Schenkel an meinem. „Was soll nun werden? Heißt das, du wirst nicht mehr schlafen mit mir? Oder möchtest du allen Ernstes...? Nein, das kannst du nicht wollen! Herwig, sag, dass das nicht wahr ist!" Er hob die Hände: „Ich weiß es doch auch nicht. Ich werde schon drüber hinwegkommen. Ich weiß nur im Moment nicht, wie, und es tut mir so leid für dich, weil ich dich so vernachlässige!" Wieder war es still, lange sprach niemand ein Wort. Plötzlich räusperte sich Konrad und bevor er zu sprechen anfing, verstärkte sich der Druck seiner Finger an meiner Schulter. „Äh, ich hoffe, ihr nehmt mir beide", und das „beide" betonte er sehr stark, „nicht übel, was ich jetzt sage. Aber ich würde vorschlagen, dass ihr es einfach ausprobiert." Ich warf ihm einen fragenden Blick zu und Herwig musterte ihn scharf. Ich fragte: „Ausprobieren? Na, du bist gut. Sollen wir in einen Swingerclub gehen und soll ich mich da von irgendeinem wildfremden ...