1. Onkel Roberts Tagebuch


    Datum: 13.04.2026, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus

    ... entkleiden, alles in einen Drahtkorb legen und nackt in einer Reihe antreten. Der Stabsarzt, ein breitschultriger Mann mit strengem Gesichtsausdruck, musterte uns, als seien wir Vieh auf einem Markt. Neben ihm stand eine junge Rot-Kreuz-Schwester, vielleicht keine zwanzig Jahre alt. Sie versuchte, professionell zu wirken, doch ihr Blick huschte immer wieder verlegen zur Seite.
    
    Ich spürte, wie mir das Blut ins Gesicht schoss. Nie zuvor hatte ich mich einer fremden Frau nackt gezeigt – und jetzt sollte ich so dastehen, mit all den anderen in der Reihe.
    
    Doch es kam noch schlimmer. Ich war der erste in der Reihe. Der Stabsarzt kontrollierte Mund, Nase und Ohren. Dann fasste er an meinen Schwanz „Schauen Sie Schwester, so muss ein deutsches Glied aussehen! Schön mit Vorhaut – nicht wie bei den Juden, die das Beste wegschneiden lassen. Jetzt müssen wir noch prüfen, ob sie sich gut vor und zurückschieben lässt.“ Er bewegte die Haut ein paar Mal mit seinen Fingern vor uns zurück. Ich wäre vor Scham am liebsten im Erdboden verschwunden. „Versuchen Sie es auch mal, Schwester“. Die Schwester lief blutrot an und bewegte sich nicht. „Na was ist denn? Im Fronteinsatz werden Sie noch ganz andere Sachen machen müssen!“ Zögernd trat die Schwester auf mich zu und fasste tatsächlich vorsichtig an mein Glied. Wie vom Stabsarzt befohlen, schob auch sie die Haut mit ihren zarten, kalten Fingern hin und her. Ich spürte, wie mir das Blut hineinschoss. „Lass es bald vorbei sein“, sagte ich mir ...
    ... im Stillen. „Na – das gefällt dem jungen Mann, sehr schön! Nun umdrehen, tief bücken und Arschbacken auseinanderziehen.“ Ich folgte dem Befehl. „Sehen Sie Schwester – eine schöne runde Rosette, keine Pickel oder Hämorrhoiden“ Dann fasste er mir zwischen die Beine. „Und auch die Bällchen schön weich und gleich groß. Tasten Sie auch – Schwester“ Ich spürte wieder die kalte, zarte Hand, diesmal an meinen Eiern. „Gut, wieder aufrichten und umdrehen - Nächster“, brüllte der Stabsarzt.
    
    Die Prozedur wiederholte sich nun bei meinen Kameraden – wenn auch weniger ausführlich als bei mir. Ich fühlte mich gedemütigt wie noch nie in meinem Leben. Dass es notwendig sein sollte, verstand ich nicht – aber in diesen Zeiten stellte niemand Fragen.
    
    Nachdem wir für „tauglich“ befunden worden waren, bekamen wir graue Unterwäsche, Hemden, Hosen und Jacken aus kratzigem Stoff. Aus Jungen in Straßenkleidung wurden in wenigen Minuten Soldaten – oder etwas, das man dafür hielt.
    
    Ohne viel Aufhebens brachte man uns zum Bahnhof. Auf dem Bahnsteig standen bereitgestellte Waggons, alte Abteile, die nach kaltem Rauch, Leder und Maschinenöl rochen.
    
    Wir stiegen in einen bereitstehenden Zug. Die Sonne stand noch flach, als sich die Waggons ruckend in Bewegung setzten.
    
    Niemand sprach viel. Einer hustete immer wieder, ein anderer starrte ausdruckslos auf seine Stiefel. Mir selbst war, als würde der Zug jede Minute schneller fahren als mein Herz schlagen – und doch gleichzeitig viel zu langsam, als ...
«1234...14»