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Verenas Schulzeit
Datum: 22.04.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... weiter in mich. Ich nickte. Dachte „ja, für Dich, für diesen Moment nehme ich sie". Erst seit ich 18 geworden war, konnte ich sie mir selbst verschreiben lassen. In einem heftigen Orgasmus ergoss er sich in mir. Zuerst konnte ich es nicht interpretieren, fühlte die Wärme, die Feuchte in mir. Spürte, wie er sich verlangsamt, im tiefsten Punkt in mir verharrte. Dann zuckte er, zweimal, dreimal. Seine Körperspannung erschlaffte. Tobias sank auf mir zusammen. Seit keuchen wurde langsamer. Ich versuchte ihn zu küssen. Die Luft im Raum war still geworden. Tobias lag neben mir auf dem Sofa, seine Brust hob und senkte sich langsam, während der Fernseher im Hintergrund stumm flackerte. Das Licht der Straßenlaterne fiel schräg durchs Fenster, schnitt eine Linie über meinen nackten Oberschenkel. Ich hatte mir sein Shirt übergezogen, obwohl es nach altem Waschmittel roch und ein Riss am Ärmel klaffte. Er sagte eine Weile nichts. Ich auch nicht. Meine Gedanken wanderten. Ich sah die Decke über mir, hörte das Knacken der Heizung, fühlte die Erschöpfung in meinen Gliedern. Aber auch diese leise, innere Unruhe - wie ein Echo von etwas, das ich nicht ganz greifen konnte. War es Erfüllung? Oder war es Leere? Tobias drehte sich langsam zu mir. Er fuhr sich durch die Haare, richtete sich halb auf. „Ich weiß, das war... vielleicht viel. Ich hätte vorsichtiger sein müssen. Es war nicht geplant." Ich antwortete nicht sofort. Ich spürte ein Ziehen in mir - nicht nur ...
... körperlich. Sondern etwas anderes. Vielleicht war es Zweifel. Vielleicht Reue. Vielleicht beides. „Es ist einfach passiert", murmelte ich, mehr zu mir selbst als zu ihm. Er sah mich an, länger diesmal. Ohne dieses Lächeln, das sonst immer auf seinen Lippen lag. Nur ein Blick. Vielleicht ehrlich. Vielleicht auch einfach nur ratlos. Ich stand schließlich auf, zog mich schweigend an. Mein Blick fiel auf den zerknüllten Pizzakarton am Boden. Auf den Kalender an der Wand. Auf mein Spiegelbild in der dunklen Fensterscheibe - blass, schmal, irgendwie fremd. „Ich muss gehen", sagte ich ruhig. Er nickte nur. „Ich bring dich." „Nein", erwiderte ich sofort. „Ich... ich brauch den Weg allein." Er erhob sich nicht. Blieb auf dem Sofa sitzen, zog sich das Shirt über den Kopf. „Okay. Aber... meld dich. Wenn du willst." Ich nickte. Vielleicht würde ich das. Vielleicht nicht. Die Tür fiel hinter mir zu. Die kalte Abendluft traf mich wie ein Schwall Klarheit. Ich zog die Jacke enger um mich und machte mich auf den Weg zurück ins Internat. Jeder Schritt auf dem feuchten Gehweg war wie ein kleines Erwachen. Ich wusste nicht, was ich ihm sagen würde. Oder Caro. Oder mir selbst. Aber ich wusste: Etwas hatte sich verändert. Ich war nicht mehr dieselbe wie heute Morgen. Und vielleicht, dachte ich, während ich die Stufen zum Eingang des Internats hinaufstieg, war das der eigentliche Anfang von etwas. Nicht von Liebe. Nicht von Erwachsensein. Sondern von dem Moment, in dem ...