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Anna -Teil drei- das Büro
Datum: 30.04.2026, Kategorien: Schamsituation
... kennen die Kleiderordnung dieser Kanzlei. Sie ist nicht verhandelbar. Sie repräsentiert die Werte von Dr. Walter & Partner: Beständigkeit, Diskretion, absolute Professionalität. Ein sichtbares Gesichtspiercing ist der Inbegriff des Gegenteils." Ihre Stimme war so kalt und präzise wie ein Skalpell. "Ich verstehe. Es tut mir aufrichtig leid", sagte ich schnell und versuchte, meine Stimme fest klingen zu lassen. "Ich kann es hochklappen, dann ist es absolut unsichtbar. Ich verspreche Ihnen, es wird im Büro niemals zu sehen sein." Stefanie musterte mich für einen Moment, der sich wie eine Ewigkeit anfühlte. "Ich werde Sie beim Wort nehmen", sagte sie schließlich. "Betrachten Sie dies als Ihre erste und letzte Verwarnung. Sollte ich auch nur den Hauch von Metall in Ihrer Nase sehen, sind die Konsequenzen... endgültig. Verstanden?" "Ja, Frau Stefanie. Absolut verstanden." "Dann gehen Sie jetzt zurück an Ihre Arbeit." Wie auf Autopilot stand ich auf und ging aus ihrem Büro, spürte die neugierigen Blicke der anderen Kolleginnen im ...
... Rücken. Zurück an meinem Schreibtisch sank ich auf den Stuhl, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. *Woher, zum Teufel, wusste die alte Hexe das?* hatte Nina geplaudert? Unwahrscheinlich. Hatte es jemand anderes gesehen? Als ich mich auf dem Stuhl zurechtrückte, spürte ich es. Die Konfrontation, die kalte, schneidende Autorität in Stefanies Stimme und die absolute Macht, die sie über mich hatte, hatten mich klatschnass werden lassen. Ein kleines, geheimes Lächeln huschte über meine Lippen. Zum Glück war Latex wasserfest. Auf dem Weg nach Hause an diesem Abend kreisten meine Gedanken nicht mehr um Florian. Sie kreisten um Stefanie. Die Standpauke war nicht nur eine Strafe gewesen. Sie war ein Rausch. Die Angst, die Unterwerfung, die schiere Dominanz in Stefanies Blick hatten etwas in mir entzündet. Wie weit müsste ich gehen, um das noch einmal zu erleben? Ein Rock, der einen Zentimeter zu kurz war? Ein zweiter Knopf an der Bluse, der "versehentlich" offenblieb? Was wäre zu weit gegangen? Die Frage hing wie ein verlockendes Versprechen in der Luft.