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Johanna Morgenthau und die Suche nach dem Zimteis Kapitel 4
Datum: 01.05.2026, Kategorien: BDSM
... nicht…“ „Ein Geschäftspartner “, unterbricht sie Michael, „nicht mein Blutsbruder. Er hat das Buch mitgenommen. Glaubst du er hat dich besucht weil er dein Näschen so süß fand?“ Johanna ist den Tränen nahe. Er wartet, bis sie mit ihrem Taschentuch fertig genestelt hat. „Wie bist du überhaupt da dran gekommen? Wie hast du die Vitrine aufbekommen?“ „Der Mechanismus hinter der Plakette an der Büste. Ich habe auf der Galerie gelesen als du ihn benutzt hast.“ „Unglaublich. Und was hast du damit gemacht? Dir die süßen Bildchen geguckt?“ „Ich habe es gelesen.“ Michael fragt verärgert: „Gelesen? Aha. Und wo genau hast du Koptisch gelernt?“ Sie schaut ihn verdutzt an. „Kop… was? Aber ich… Ich habe…“ Sie denkt zurück. Sie hat stundenlang auf die Seiten gestarrt. „Ich verstehe das nicht. Es hatte irgendwie Sinn gemacht in dem Moment.“ Johanna setzt sich hin, ist total fertig. „Alles meine Schuld. Das Grimoire muss seit Generationen in deinem Familienbesitz sein. Und jetzt ist es weg, vielleicht für immer?“ Michael seufzt: „Nicht für immer. Aber für länger als mir lieb ist. Er sollte es nicht haben. Er wird es mir irgendwann zurückgeben, aber es wird mich vermutlich einen sehr unangenehmen Gefallen kosten.“ „Was kann ich machen? Ich wünschte ich könnte es dir zurückholen.“ Johanna sitzt eine Weile da, dann fragt sie: „Soll ich ausziehen? Ich habe dein Vertrauen missbraucht.“ „Bedenke, du wurdest auch benutzt. Oder besser: hast dich ...
... benutzen lassen. Was denkst du? Solltest du ausziehen?“ „Ich weiß nicht.“ „Genau. Mach dir selber klar was die Konsequenz sein muss. Dann kommst du zu mir.“ „Du wirfst mich nicht einfach hinaus?“ „Ich möchte dass du daran wächst. Du hast es angestellt, also ist es auch deine Aufgabe zu verstehen was daraus folgen muss. Ich werde das nicht vorweg nehmen.“ Johanna sieht ihn an, bekommt kein Wort mehr heraus, nickt nur. Er ergänzt: „Aber verstehe, ich erwarte mehr von allen, die hier wohnen.“ Johanna setzt sich auf die Kante vom Schreibtisch. „Kann ich dich wenigstens ein wenig aufheitern? Das wäre das mindeste.“ Sie zieht ihren Rock ein wenig nach oben. Er schaut sie kalt an und gibt ihr eine Ohrfeige. Johanna erschrickt. Sie sagt: „Okay, tut mir Leid, das war daneben.“ Sie rennt aus dem Zimmer. Sie verkriecht sich auf ihrem Zimmer und heult. In den nächsten beiden Tagen fühlt sie sich total unwohl in Michaels Gegenwart. Es ist als wäre eine unsichtbare Mauer zwischen ihnen. Sie fühlt sich die ganze Zeit schuldig, kann ihm nicht in die Augen schauen. Aber was kann sie tun? So kann das nicht weitergehen. Sie will die Frauen aus der Clique treffen, vielleicht bringt sie das auf andere Gedanken. „Das haben wir leider nicht.“ Johanna sieht den Kellner entrüstet an: „Was soll das heißen? Sie haben kein Zimteis? Was ist das hier für ein Saftladen!“ „Tut mir wirklich leid, Nur was auf der Karte steht.“ Johanna nimmt einen Stift aus ihrer ...