1. Ein Herbstspaziergang


    Datum: 07.05.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... stimmt, aber ich habe eine gute Seele, die mich bei der Hausarbeit unterstützt. Mir kam so langsam der Verdacht, dass sie die Inhaberin der größten Steuerberatungskanzlei und Wirtschaftsberatungs-Kanzlei in unserem Ort war. Vom Nachnamen, den ich auf dem Türschild gelesen hatte, würde es passen. Ich war beeindruckt und wurde ein wenig unruhig. Was will so eine Frau mit einem einfachen Ingenieur und seiner kleinen Mickerwohnung? Ja ich hatte auch ein Auto, ein Fahrrad und eine Garage. Mir ging es gut. Aber ich musste Unterhalt für die Kinder zahlen. Meine Ex hatte wieder geheiratet, da war ich halt schon entlastet, aber es ging immer noch ordentlich Geld für die Kinder im Monat weg.
    
    Aber dann kam Marion auf mich zu und sagte, entschuldige bitte, aber eben auf dem Kirchplatz habe ich dich gar nicht richtig begrüßt. Sie schaute mir tief in die Augen und küsste mich leidenschaftlich. Meine Bedenken waren wie weggeflogen. Ich habe uns einen Auflauf vorbereitet und einen schönen Weißwein kalt gestellt.
    
    Wir unterhielten uns, tauschten immer wieder Zärtlichkeiten aus und deckten gemeinsam den Tisch.
    
    Aus dem Backofen duftete es verführerisch nach Gewürzen, Käse und noch viel mehr. Nach dem Essen, erläuterte sie mir auch noch einmal die Tätigkeit im Kirchenchor. Sie hatte nämlich viele Bekannte, Freunde und auch Mandanten dort. Und diese Aufgabe hätte ihr nach der schmerzlichen Trennung sehr viel Halt gegeben. Komm wir gehen ins Wohnzimmer und ich zeige dir mal den schönen ...
    ... Ausblick auf das Viertel von hier aus. Ich war sofort verliebt in diese Wohnung. Als ich rausschaute konnte ich das verstehen. Wir standen an der großen Terrassentür und ich konnte mich von dem wirklich tollen Anblick bei Dunkelheit überzeugen. Marion lehnte sich an meine Schulter und schwieg.
    
    Einfach Klasse hier, das gefällt mir gut. Möchtest du etwas Wein trinken, dann öffne ich die Flasche.
    
    Wein ist im Kühlschrank, Öffner in der Schublade und Gläser in der Vitrine. Marion blieb stehen und schaute hinaus. Es war schon richtig dunkel und ihre Wohnung war perfekt mit indirektem Licht erhellt. Nicht zu grell, aber auch nicht zu dunkel. Sie ging zu ihrer Sitzgruppe und zündete ein paar Kerzen an. Komm, setz dich zu mir. Ich kam mit zwei Gläsern Wein und setzte mich zu ihr. Wir prosteten und zu und ich versank wieder in ihren grünen Augen. Sie hatten irgendetwas katzenhaftes. Geheimnisvoll und so tief, dass man darin versank und sich vergas, es war magisch!
    
    Möchtest du fernsehen, oder Musik hören, fragte sie mich. Nein, antwortete ich, ich möchte bei dir sein, dich anschauen und einfach nur den Moment genießen. Das war der Moment, wo sie sich langsam zu mir rüber beugte, ich einen guten Blick in ihren Ausschnitt werfen konnte, bevor sie mich wild und leidenschaftlich küsste. Weißt du was, mein Liebster, wir gehen nach oben und ich zeige dir den Rest der Wohnung. Wir gingen eine Wendeltreppe in die obere Etage hoch. Hier das kleine Arbeitszimmer, hier das Bad, was mir ...
«12...8910...37»