1. Frau Professor hat ein Zimmer frei


    Datum: 08.05.2026, Kategorien: Reif

    ... kreischte: „Verschwinde, ich will dich nicht mehr sehen, hau ab. Komm morgen und hole deine Sachen, wenn ich nicht da bin, alles andere klären die Anwälte!"
    
    „Ach komm, Schatz, lass mich erklären!"
    
    Ich wurde hysterisch: „Erklären? Was willst du erklären? Das es ein Missverständnis war, dass es anders ist, als es aussieht? Verschwinde aus meinem Leben, ich will dich nie, nie wieder sehen!"
    
    Jetzt machte er tatsächlich die Tür auf und sah herein: „Aber Erika, Schatz, mach doch nicht aus einer Mücke einen Elefanten, es ist doch nur Sex!"
    
    Die Duschgelflasche verfehlte ihn um Millimeter, er verstand und ging.
    
    Noch am selben Tag verständigte ich meinen Anwalt und drei Monate später sah ich Egon nur noch einmal, und zwar beim Scheidungstermin. Auf Probezeit und all den Scheiß hatten wir verzichtet, unsere Ehe war zerstört. Ihm kam die Angelegenheit sehr, sehr teuer, er verlor das Haus, eines der beiden Autos und musste obendrein noch eine gehörige Summe abdrücken, um das mir zugefügte Leid zu lindern. Seine Assistentin hatte sich auch verabschiedet, ganz hatte sie ihn offenbar nicht gewollt -- ein paarmal ficken und schöne Geschenke war wohl mehr ihr Ding gewesen.
    
    Und so lag ich jetzt da, besorgte es mir selbst und träumte von einem jungen Mann, wahrscheinlich auch, weil ich mich rächen wollte und mir beweisen, dass ich noch attraktiv genug war für einen Burschen in seinen besten Jahren.
    
    Auswahl hätte ich ja reichlich gehabt, bei meinen vielen Studenten, aber da ...
    ... überwogen natürlich die Skrupel. Obwohl, manchmal wenn ich mich mit dem Dildo bearbeitete, stellte ich mir schon den einen oder anderen realen Typen vor, wie er mich aufspießte.
    
    In letzter Zeit war das immer öfter Carlos gewesen, Carlos Biedermann, der Schwarm aller Kommilitoninnen, schwarzhaarig, drahtig, mit einem Lächeln zum Zerfließen und Augen, die einen auszogen. Er war im ersten Semester ein vorzüglicher Student, eifrig, klug, gut vorbereitet, aber seit ein paar Wochen hatte er stark nachgelassen. Er sah auch schlecht aus, war blass und merkwürdig fahrig und kam ständig zu spät oder überhaupt nicht, wie beim letzten Test. Die Situation wurde langsam prekär und ich hatte beschlossen, mit ihm zu sprechen.
    
    Also hievte ich meinen noch etwas angestrengten Leib aus dem Bett. Ich hatte ihm ein Email geschrieben, dass er vor der Vorlesung zu mir kommen sollte. Ich hoffte, er würde der Aufforderung Folge leisten, denn sonst sah es düster für ihn aus.
    
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    Ich saß in meinem Büro und trommelte nervös mit den Fingern auf die Schreibtischplatte -- noch zwanzig Minuten bis zur Vorlesung und keine Spur von Herrn Biedermann. Langsam stieg Ärger in mir auf. Ich hätte das ja alles nicht zu tun gebraucht, ihn einfach durchfallen lassen können und aus. Da will man helfen und dann...
    
    „Guten Tag, Frau Professor, entschuldigen Sie bitte!"
    
    Er sah furchtbar aus, die Wangen eingefallen, das Hemd war an der linken Seite aus der Hose geschlüpft und die Ringe unter den Augen ...
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