1. Schulden


    Datum: 10.05.2026, Kategorien: Reif

    ... nur für ihn gewesen sein, einer Frau zu helfen, die regelmäßig mit seinem Chef ins Bett ging, und dabei dann noch eine Zuneigung zu ihr zu entwickeln, die eigentlich anders verbandelt war.
    
    „Michael, es tut mir leid, dass mir dieser dumme Satz herausgerutscht ist ... Du hast recht, ist alles etwas viel derzeit ..." Ich schmiegte mich an ihn, dann küssten wir uns.
    
    Aus einem Kuss wurden rasch zwei, drei, dann war in uns beiden das Verlangen nacheinander wieder entfacht und wir liebten uns ein zweites Mal, diesmal deutlich ruhiger und recht ausdauernd. Ich gab mir alle Mühe, meinen verbalen Aussetzer bei Michael vergessen zu machen, strahlte ihn immer wieder an, streichelte ihn sanft. Immer wieder küssten wir uns, wenn es kleine Pausen gab. Ich wollte, dass er sich sicher war, dass ich es mit ihm ernst meinte, wollte unsere neue Verbindung, die sich gerade so Hals über Kopf ergeben hatte, bekräftigen, noch besser, jetzt mit ihm besiegeln! Voller Euphorie kamen wir, vor allem ich, einem nächsten Höhepunkt immer näher. Als wir dann beide stöhnend und keuchend kamen, spürte ich ein großes Glücksgefühl und strahlte ihn überglücklich an. Doch als hätte ich einen Virus in mir, eine Infektion, die alles immer wieder sogleich ins Gegenteil verkehrte, kroch mir etwas eiskalt den Rücken hinauf. Wieder kam in mir eine gewisse Unsicherheit auf: War es richtig, mich auf Michael einzulassen, ohne Wenn und Aber?
    
    Ich sah Michael ernst und eindringlich an, „Ich möchte dich noch ...
    ... einmal und ganz nachdrücklich fragen: Ist es dir wirklich ernst mit mir oder läuft es auf ein kleines unverbindliches Abenteuer miteinander hinaus ...?" Michael blickte etwas fragend zurück, „Ja, es ist mir ernst! Ich mag dich aufrichtig und fände es schön, wenn wir zusammen wären ..." „Und ... dass ich mmh eben noch mit Peter ... ähh ... im Bett ..." „... gewesen war?" „Mmhh ..." „Wenn ich mich mit einer Frau von Tinder verabrede ... die kommt auch nicht aus dem Kloster ... wer weiss, vielleicht hat sie noch am Morgen mit jemand anderem gevögelt ... vielleicht bin ich auch nicht der Letzte bei ihr an diesem Tag ..."
    
    Erst war ich über seinen direkten Kommentar erschrocken, dann musste ich schmunzeln. „Ja, ist doch so, jeder hat seine Vorgeschichte ... dass die Kindergartenfreundschaft die einzige und ewig haltende Liebe wird ... wo gibt es das noch?" Ich musste ihm recht geben, wir lachten dann beide und küssten uns.
    
    „Ich bin nur immer noch unsicher, will es nicht schon wieder falsch machen ...", „Verstehe ich gut ...". Für mich war der Punkt jetzt besprochen und geklärt. Ich nahm mir vor, mich jetzt ganz auf ihn zu konzentrieren ...
    
    Gleich am nächsten Tag bat ich Peter um ein persönliches Gespräch nach Dienstschluss.
    
    „Komm' setz dich ...", sagte er und lächelte mich freundlich an, als ich zu ihm kam, „was hast du auf dem Herzen?"
    
    Ich schluckte und nahm meinen ganzen Mut zusammen, um von meinem Vorhaben nicht auf dem letzten Meter abzuweichen. „Peter, es tut mir ...
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