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Schulden
Datum: 10.05.2026, Kategorien: Reif
... große Trauer darüber, dass ich es war, die unsere Beziehung, ganz offensichtlich viel zu vorschnell beendet hatte. Dazu kam die Verwirrung, die darüber einsetzte, und dass ich mir eingestehen musste, dass da offenbar noch Empfindungen für Peter waren, obwohl ich längst glücklich mit Michael zusammen war, was mich wütend auf mich selbst machte und ich mich dafür schämte und Angst um Michael und mich bekam. Wie in einem Rausch setzte ich mich hin und schrieb Peter einen langen und hochemotionalen Brief. Ich sagte ihm, dass mein Herz bluten würde über die Nachricht, dass er und seine Frau sich getrennt hatten. Ich unter Tränen bitter bereue, mich von ihm getrennt zu haben, völlig vorschnell, wie ich ja jetzt sehen würde. Ich hätte ihn geliebt, ich hätte den Sex mit ihm über alle Maßen geliebt. Ich damals aber mein Leben aus den Fugen gehen sah und nicht anders gekonnt hätte, als diesen Schritt zu gehen, der mir jetzt unerträgliche Schmerzen zufügen würde und mich in ein großes emotionales Dilemma gestürzt hätte ... Davon, wie ich an Peters Stelle auf solch einen Brief reagiert hätte, hatte ich keine Vorstellung. Als Peter mir umgehend antwortete, überwältigte mich, was er mir schrieb. Für ihn wäre das Zusammenkommen mit mir, das Schönste gewesen, was er in vielen, vielen Jahren erlebt hatte, die Begleitumstände davon mal ausgenommen. Den Sex mit mir fand er atemberaubend, etwas, wonach er auf der Stelle nahezu süchtig geworden war. Dann gestand er mir, dass er unter ...
... vielen, vielen bitteren Tränen zutiefst bereut hatte, dass ihn die Lust am Sex mit mir blind für meine Situation gemacht hatte. Anstatt darüber nachzudenken, wie er mir hätte helfen können, hatte er immer nur an ein nächstes Wiedersehen gedacht. Wenn irgendjemand mich verdienen würde, wäre es in keinem Falle er, sondern immer Michael, der, der Einzige gewesen war, der etwas für mich getan hatte ... Ich war sprachlos, nie hätte ich eine solche Antwort erwartet, ich weinte wie ein Schlosshund. Später überlegte ich, ihm einen weiteren Brief zu schreiben, wollte darüber klagen, dass wir beide darüber vor lauter Lust nicht geredet hatten, ließ es dann aber, es kam mir zu mädchenhaft vor. Eines tat ich dann allerdings doch: Ich schickte ihm eine weitere Textnachricht, einen Smiley, der eine Träne vergoss, „Du hast immer einen Platz in meinem Herzen!" und drei rote Herzen ... Seine prompte Antwort war fast identisch. Michaels und meine Beziehung war in den vielen darauffolgenden Monaten in ein ruhiges Fahrwasser gekommen und hatte sich sehr gefestigt. Aus zwei Wohnungen wurde eine größere, einige weitere Monate später fand ich erneut „einen Ring", diesmal in einem Sektglas, mit dem Michael um meine Hand anhielt, und wir schon bald danach damit begannen, unsere Hochzeit zu planen. Just nur wenige Tage nachdem wir an einige wenige Freunde eine Einladung verschickt hatten, erfuhr ich, wieder von einer ehemaligen Kollegin, dass auch Peter seit geraumer Zeit in einer neuen ...