1. Die Bergwanderung 02. Teil


    Datum: 28.05.2026, Kategorien: Liebende Frauen,

    ... man nicht einfach so wegwischen, auch wenn sie sich zuletzt mir gegenüber so mies verhält. Ich hatte einige Beziehungen zu Männern vor ihr, die nicht immer gut endeten. Nachdem wir uns kennenlernten und sich mehr daraus entwickelte, dachte ich, vielleicht läuft es mit einer Frau besser, leider ein Trugschluss."
    
    Ich nahm sie in den Arm und wir küssten uns leidenschaftlich. „Morgen wollten Svenja und ich auf die Berge fahren, um deinen See zu suchen und das Ganze dort oben filmen, dann sehen wir uns vielleicht erst später", sagte Yuki traurig. Ich erzählte ihr von meiner Bergtour, die ich in aller Frühe antreten wollte und für die ich schon einen Übernachtungsplatz in einer Hütte in der Nähe des Sees gebucht hatte.
    
    „Da oben gibt es viele alte Relikte aus dem ersten Weltkrieg zu sehen, ist vielleicht auch interessant für dich. Komm doch mit mir." „Nein, tut mir leid. Ich will Svenja nicht allein lassen bei unserem letzten gemeinsamen Projekt." „Na dann, vielleicht treffen wir uns ja da oben, ich hoffe nur, dass das Wetter hält, es soll unbeständiger werden." Wir gaben uns einen Gute Nacht Kuss und gingen in unsere Wohnungen, nebenan gab es ein kurzes Wortgefecht, eine Tür knallte, dann war Ruhe.
    
    Am nächsten Morgen brachte Liesel mich in aller Herrgottsfrühe zum Ausgangspunkt meiner Tour, sie scherzte: „Scheint so, als hättest du deinen neuen Schatz gefunden. Diese Yuki ist richtig niedlich, ich wünsche es dir von Herzen!" „Danke, aber dort hat bei mir noch jemand ...
    ... anderes seinen Platz, aber du hast Recht, ich bin gerade dabei, mich wieder zu verlieben. Jetzt müssen wir nur sehen, wie wir die alte Schreckschraube loswerden." Liesel küsste mich auf den Mund und wünschte mir viel Spaß. „Pass auf dich auf! Es könnte ein Wetter geben"
    
    Davon war nichts zu sehen, im Tal waberten Nebelfetzen, ein herrlicher Sonnenaufgang tauchte die alpine Landschaft mit ihren tauglitzernden Wiesen und schroffen Felsen in ein magisches Licht. Benny rannte ausgelassen kreuz- und quer durch die Gegend, froh dass es endlich los ging. An einem Wäldchen knackte und raschelte es im Gebüsch, ich pfiff leise den Hund zu mir, wir duckten uns hinter einem umgestürzten Baumstamm, gespannt was es sein könnte. Ein Hirsch mit gewaltigem Geweih schritt vor uns aus dem Wald und begann zu grasen, ein prächtiges Bild, das ich für Yuki festhalten wollte.
    
    Schnell holte ich mein Handy hervor, schoss einige Fotos und verfluchte das Geräusch, das die Kamera machte. Der Hirsch blickte in unsere Richtung, machte kehrt und verschwand schnell wieder im Unterholz. Danach besichtigte ich einige Stellungen aus dem ersten Weltkrieg, die wieder begehbar gemacht wurden und ärgerte mich über die Dummheit der Menschen, die so viel Aufwand hier oben im Gebirge betrieben hatten, nur um anderen Menschen das Licht auszupusten.
    
    Aus alter Erfahrung rief ich Benny bei Fuß, wenn wir an Kühen vorbeigehen mussten, er ignorierte sie einfach. War es anfangs noch sehr kühl, brannte nun die Sonne auf uns ...