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Die Abenteuer der Maya Klein 06
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Betriebsseminars etwas mit einem anderen Mann hatte. Na ja, und meine Frau kennt meine Ex vom Sehen her. Sie hat sehr eifersüchtig reagiert. Sie ist wie ein Negativ von ihr. Meine Ex war blond, sie ist schwarzhaarig, sie war sehr lebhaft und unternehmungslustig, meine Frau eher ruhig. Sie groß, ich rede von ihr als meine Kleine...", Mustafa seufzte. „Das Einzige, wie ich sie beruhigen kann, ist, zu Hause neben ihr zu sitzen." Melissa grinste. „Dann schicke ihr doch ein Foto von uns! Wird sie sich freuen und sicher auch beruhigen." „Du hast was Sadistisches an dir, weißt du das eigentlich?", ärgerte sich Mustafa. „Sie ist erst seit drei Jahren hier, spricht fließend Deutsch, stört sich aber an vielen Dingen und Gepflogenheiten in diesem Land. Sie hat noch keine Freunde gefunden, arbeitet in einem medizinischen Labor unter lauter deutschen Kollegen und kommt sich vor wie eine Außerirdische." „Muss sie durch, Mustafa. Immer schwer, woanders neu anzufangen", stellte Melissa fest. „Aber ich verstehe schon, sie macht sich natürlich jetzt umso mehr Sorgen um dich. Du kommst mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt und sie halt nicht." Sie überlegte nicht lange. „Warum holst du sie nicht dazu? Würde ihr bestimmt gut tun. Kann sie sich das Türmchen anschauen. Sieh doch nur, wie die Leute gaffen, da kann sie dann mitmachen." „Nee, lieber nicht, dann würde sie euch Alkohol und Schweinefleisch essen sehen. Sie würde sich sofort um euch Sorgen machen ...
... deshalb." „Kompliziert, oder? So zwischen zwei Welten?", fragte Maya interessiert, sofort wieder an Hevi denkend. „Und wie! Noch dazu als Polizist. Viele meiner früheren Freunde haben deshalb den Kontakt zu mir abgebrochen. Aber auch in meiner Familie sieht man meinen Beruf sehr gespalten. Mein Vater und meine Mutter sind stolz auf mich, dass ich die Ausbildung mache, mein Onkel glaubt sicher daran, dass ich es dem Finanzamt melden muss, wenn er etwas in seinem Imbiss an der Kasse vorbeilaufen lässt." „Wollten wir nicht Spaß haben?", fragte Bommel. „Ich würde gerne Wakili Bescheid geben, dann kann ich ihn euch vorstellen." „Deine Freundin?", fragte Mustafa interessiert. „Hast gar nichts erzählt." „Du, mein Freund. Ich bin schwul." Mustafa reagierte verwirrt, bekam sich aber schnell wieder ein. „Hätte ich nie geglaubt bei dir. Aber klar, soll er kommen." „Na ein Glück, dass du deine Süße nicht hast kommen lassen, die hätte jetzt wahrscheinlich wirklich einen Herzinfarkt erlitten." Melissa grinste. „Was ist denn mit deinem Freund?", fragte Maya die Kollegin ganz direkt. „Hast du einen?" Die hübsche blonde Frau blickte zu ihr auf und zog ihr Handy aus ihrer modischen roten Handtasche. „Hier. Das ist mein Freund." Sie zeigte das Display ihres Mobilgerätes. „Ich bin nicht so gut in Beziehungen, aber ficken will ich natürlich trotzdem. Deshalb habe ich ein paar Apps drauf. Wenn es passt, ruft man sich kurz an, geht was trinken und dann in die Kiste. Im Anschluss geht jeder ...