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Die Abenteuer der Maya Klein 06
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... erzählen dürfen, daran halte ich mich auch. Am besten gar nichts, bevor mir dann doch noch etwas rausrutscht." „Entschuldigen, dürfen wir ein Foto machen?", fragten am S-Bahnhof drei junge Frauen. „Du bist doch Maya, oder?" Melissa sah die Frauen mit arroganter Miene an und meinte, dass es sich bei ihrer Kollegin um die andere 2,30 m große handeln würde, die in Köln rumläuft. „Nein! Lasst euch nicht Hopps nehmen. Klar machen wir ein Bild. Wie heißt ihr denn?", fragte Maya vergnügt. „Mandy, Alexa und Melina", erklärte eine junge südländisch wirkende Frau. „Na dann kommt! Stellt euch vor mich!", bat Maya. „Bommel kann für euch das Foto machen, wenn ihr ihm eines eurer Handys anvertraut." „Danke! Ihr seid total lieb!", freute sich eines der Mädchen. Bommel hatte das Foto noch nicht gemacht, als ein Pärchen fragte, ob sie auch dürften. Maya hatte nichts dagegen und so vergingen die zehn Minuten wie im Flug. Die Leute auf dem Bahnsteig sprachen mit den vieren, Maya ließ sich noch ein paar Mal fotografieren, gab Autogramme und sollte ein kleines Mädchen auf den Arm nehmen, denn das würde ihm sicher Glück bringen. „Wie du das aushältst, ist mir ein Rätsel. Mich würde es sofort abfucken. Manchmal habe ich ja Anflüge von Neid dir gegenüber, aber in solchen Momenten oder auch in denen, wo dein Arsch nicht in einen Stuhl passt...", spottete Melissa, da fuhr die Bahn ein. Maya stieg ein, richtete sich vorsichtig in der Mitte des Wagons auf und stützte sich ...
... mit beiden Armen auf den Haltestangen ab, betrachtet von den umstehenden und sitzenden Fahrgästen. Ein Stück fuhren sie mit der Stadtbahn weiter, dann bat sie Bommel darum, am Sachsenplatz auszusteigen. „Nur noch ein paar Meter." Er sah auf sein Handy und tippte eine Nachricht. „Hab ihm nur Bescheid gegeben, dass wir gleich da sind", erklärte er den Kollegen. Die Fassade des Restaurants war in einem Leopardenmuster gestrichen, gekrönt von einer Brauereiwerbung. Auf jeden Fall in seiner Außenwirkung ein Hingucker. Bommel öffnete die Tür und ließ die Kollegen an sich vorbeitreten. Maya musste sich durch die Tür bücken, hörte typische afrikanische Rhythmen und fand das Lokal gut besucht. Neugierig sah sie sich um, scannte den Raum nach besonderen Hindernissen, auf die sie achten musste, und inspizierte dabei auch die Decke. „What the...", eine attraktive starkpigmentierte Bedienung trat an sie heran, blickte mit offenem Mund zu ihr auf und vergaß zu grüßen. Sie war sprachlos in diesem Augenblick. „Hallo!" Sie wandte sich zu Bommel um. „Der Freund meines Kollegen hat einen Tisch für uns reserviert." „Hey! Nia, richtig? Ist Wakili da?", fragte Bommel vergnügt. Die Frau vom Service starrte weiter zu Maya auf, welche einen Schritt weiter in das Restaurant hineintrat und dabei einer Hängelampe auswich. „Nia?", fragte Bommel noch einmal, worauf sich die Bedienung auf ihn besann. „Sie ist so groß!", stellte sie erstaunt fest, dabei auf Maya deutend. Bommel ...