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Die Abenteuer der Maya Klein 06
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... lächelte. „Glaub mir bitte, sie weiß das und hat es auch schon hin und wieder einmal gehört." Er deutete auf das Innere des Restaurants. „Wakili hat für uns einen Tisch reserviert." Maya sah sich um. Es war wie sonst auch, nach und nach richteten sich die Blicke der Gäste und des Personals auf sie, schüttelten ungläubig ihre Köpfe oder zückten Handys, um Fotos von ihr zu machen. „Das ist so abgefahren, Riesenblondi", stellte Melissa lachend fest. Sie griff nach Mayas Handgelenk und zog sie mit sich, vorbei an buntlackierten Tischen, Stühlen und einer Vielzahl üppiger tropischer Pflanzen, welche eine kleine Dschungelinsel in der Mitte des Raumes bildeten. Wunderschöne afrikanische Kunstbilder hingen an den Wänden, dazwischen Masken, Schilde, Speere, Werkzeuge, goldene und bronzefarbene Schmuckstücke, jedes für sich ein Punkt des Interesses für jeden Besucher, der offen für fremde Einflüsse war. „Bonjour chéri!", trat ein schlanker hochgewachsener Afrikaner an Bommel heran, küsste ihn auf seinen Mund und wandte sich dann dessen Begleitern zu. „Hallo! Ich freue mich sehr, die Kollegen meines Freundes kennenzulernen." Er legte seine Hände über seinen Brustkorb, wirkte aber nicht weiter überrascht von Mayas Anwesenheit. Er grüßte zuerst die beiden Frauen, dann war Mustafa an der Reihe. „Du hast recht, er ist wirklich ein schöner Mann!", erklärte Wakili, während Bommel rot wurde. „Sorry Mustafa, er weiß, dass du ein Hetero bist." Es erstaunte Maya, wie locker Mustafa ...
... mit seinem schwulen Kollegen und dessen Freund umging. Vielleicht, weil er in Deutschland geboren und aufgewachsen war? Wahrscheinlich war er schon häufiger in Kontakt mit homosexuellen Männern gekommen. In Köln ja auch nicht wirklich eine Kunst. Nia führte sie an einen großen runden Tisch, der bereits mit fünf Gedecken eingedeckt worden war. Drei der Sitzplätze befanden sich auf einer Bank, zwei auf bequemen Stühlen. „Lasst ihr mich auf einen der Stühle?", bat Maya. „In die Bank passe ich nicht hinein." Melissa nahm wie selbstverständlich den anderen Stuhl, ließ sich aber zuvor von Bommel mit der Jacke helfen. „Das ist jetzt krass. Dabei willst du mir ja nicht mal an die Wäsche", lachte sie. Wakili half Maya mit ihrer Bomberjacke und hängte sie umsichtig über die Stuhllehne, dabei einen irritierten Blick auf die riesige Waffe werfend, die unter der linken Achsel der Riesin baumelte. Bommel fühlte sich dazu genötigt, ihm Mayas Ausrüstung zu erklären. „Du, sie ist in Dauerbereitschaft, schon jetzt in der Ausbildung." „Wie kann das sein? Ich darf doch auch niemanden operieren, solange ich nicht fertig ausgebildet bin", antwortete sein Freund. Melissa griff ein, nachdem der große kräftige Kollege vergebens nach den richtigen Worten suchte. „Schau dir die Nachrichten der letzten Woche an, da ist unser Girlie genug zur Schau gestellt worden", sie griff nach einer Karte und deutete mit ihrem rechten Zeigefinger darauf. „Hilfst du mir mit der Karte? Die meisten ...