1. Die Abenteuer der Maya Klein 06


    Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... auch noch etwas. Sie wollen doch nicht von uns als Plage empfunden werden und sich wie ein Nilpferd verhalten, habe ich recht?"
    
    Kasongo sah sie verwirrt an, dann sah er zu Wakili hinüber und schien eins und eins zusammenzuzählen. Voller Zorn wandte er sich an seinen Angestellten und forderte ihn auf, ihm zu folgen.
    
    Melissa drückte Bommels Freund energisch zurück in die Sitzbank, als dieser sich erheben wollte, stand auf und wandte sich zu dem stattlichen Betreiber um.
    
    „Sie lassen unseren Freund in Ruhe! Schließlich ist er privat hier und hat ihnen Gäste mitgebracht. Dass sie uns eingeladen haben, hat nicht er verschuldet. Ganz im Gegenteil, ohne ihr vorschnelles Handeln hätten sie heute ein richtig gutes Geschäft gemacht. Sie stehen also zu den Folgen und lassen ihn zufrieden."
    
    „Sie haben sich nicht einzumischen! Das ist mein Mitarbeiter..."
    
    Dieses Mal war es Bommel, der ihn unterbrach. „Jetzt reicht es aber! Es ist so, wie es Melissa gesagt hat. Sie lassen jetzt meinen Partner in Ruhe! Er ist privat hier und wenn mir zu Ohren kommen sollte, dass er von ihnen schlecht behandelt wird, werde ich alles dransetzen, dass die Rechte ihrer Angestellten fortan gewahrt werden, das verspreche ich ihnen!"
    
    Kasongo sah ihn grimmig an. „Und wie möchten sie das anstellen? Ich führe ein vorbildliches Geschäft. Ich zahle Steuern."
    
    „Sie haben von 13 Uhr bis 1 Uhr nachts geöffnet. Lassen sie da ihre Angestellten zwei Schichten fahren? Erfassen sie die minutengenaue ...
    ... Arbeitszeit? Lassen sie es doch darauf ankommen? Auch eine Steuerprüfung wäre denkbar. Die Kollegen des Finanzamts sind sehr tüchtig, was das betrifft."
    
    Der Wirt antwortete ihm nicht, machte auf der Stelle kehrt und ließ sich ab diesem Moment nicht mehr bei ihnen blicken. Wakili machte sich Sorgen, aber Bommel bat ihn darum, Mustafas Rat anzunehmen und gegenüber seinem Chef entschlossen zu bleiben.
    
    Eine Stunde später nahm die Gruppe von der freundlichen Bedienung Abschied und versprach ihr ein üppiges Trinkgeld, welches ihr Wakili dann privat geben sollte. Maya drückte Nia zum Abschied, Melissa machte von ihnen noch ein Foto und so war der Abend auch für diese tüchtige Frau zu einem Besonderen geworden.
    
    „Und jetzt?", fragte Melissa sichtlich zufrieden. „Wohin gehen wir? Ihr macht doch jetzt nicht schlapp, ihr Deppenvolk?"
    
    Mustafa wollte eigentlich nachhause, ließ sich aber von Bommel und Melissa umstimmen. Maya war es egal. Sie war nicht sonderlich müde und fühlte sich unternehmungslustig in diesem Moment.
    
    „Gehen wir in eine Spielhalle! Da können wir Billard oder Dart spielen", schlug Wakili vor. „In der Nähe ist eine Gute, ich gehe da oft mit meinen Kommilitonen hin."
    
    Melissa stimmte freudig zu und auch Bommel konnte sich für die Idee begeistern. So ließen sich Mustafa und Maya treiben und folgten den anderen nach.
    
    „Hast du schon mal Billard oder Dart gespielt?", wollte Mustafa von ihr wissen, während er an ihrer Seite ging.
    
    „Dart schon, Billard noch nicht. ...
«12...222324...34»