1. Die Abenteuer der Maya Klein 06


    Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Ich weiß, wo ich hingehe, wenn ich Abwechslung brauche." Maya lächelte und hackte sich bei Wakili ein. „Du bringst mir das doch sicher bei, wenn wir uns mal verabreden, okay?"
    
    Der Kongolese freute sich. „Klar. Warum nicht. Stell ich dich auch den anderen Jungs vor. Die werden Augen machen."
    
    Die Freunde spielten noch zwei Runden, aber es blieb dabei. Wakili zog sie nach Belieben ab, zumal auch Bommel Billard regelmäßig spielte. Maya konnte insgesamt fünf Kugeln in sechs Spielen versenken, für sie schon mal eine klare Steigerung. Zumal die Freunde ihr bereitwillig halfen und auch die Strategie dahinter erklärten.
    
    Maya hatte einen gesunden Ehrgeiz, wenn es um Dinge ging, die sie interessierten und am Anfang nicht leicht fielen. Gerade wenn es eine Mischung aus körperlichen und geistigen Ansprüchen war wie eben jetzt beim Billard. Das Gefühl für den Queue und das Stoßen hatte sie entwickelt, aber es fehlte eben noch das Einschätzen der richtigen Winkel und die Zusammenhänge zwischen den Kugeln auf dem Tisch. Den Stoß so zu planen, dass sie im Falle eines Erfolges weiterspielen konnte, oder die Kugeln im Zweifel so zu legen, dass der Gegenspieler bei seinem Spiel maximal behindert wurde, hatte sie dabei verstanden.
    
    Wakili meinte, es gebe Spieler, die den Kugeln noch einen Drall geben und regelrechte Bogenschüsse vollziehen konnten. Maya hatte sich das im Internet angesehen, es war der Wahnsinn, was es da an Kunstfertigkeiten gab.
    
    „So! Spielen wir ‚ne Runde Dart!", ...
    ... schlug Mustafa vor. „Da bin ich gut drin."
    
    „Findest du das nicht unfair?", fragte Melissa. „Unsere Kleine stellt sich an die Linie und steckt die Pfeile einfach in die Scheibe, wenn sie ihren Arm ausstreckt."
    
    Bommel musste lachen über diese Vorstellung, aber auch Wakili und Mustafa grinsten. Maya aber hob nur ihre Schultern. „Gehe ich halt ein paar Meter zurück. Dann ist es wieder fair oder eben auch nicht. Ihr könnt mir ja sagen, wie es für euch okay geht."
    
    Melissa sah ihre Kollegin skeptisch an. „Du ziehst uns ab, hab ich recht?"
    
    „Schauen wir doch einfach mal! Ein paar Punkte werdet ihr schon machen." Maya grinste.
    
    Die kleinere Blondine schüttelte ihren Kopf. „Kommt! Gehen wir was Trinken. Sie lässt jetzt wieder Superbarbie raushängen."
    
    „Nein! Ich bin im Dart noch besser als im Billard", meinte Wakili. „Dieses Mal setze ich den Zwanziger!" Er sah Maya selbstbewusst an. „Komm! Wir müssen noch ein wenig warten, die Automaten sind gerade belegt." Er deutete auf den Dartspielbereich auf der gegenüberliegenden Raumseite.
    
    Sie gingen rüber, wo zwei Pärchen gerade in der Schlussrunde standen. Sie grüßten, bestaunten für einen Moment Maya aus der Nähe, dann aber wandten sie sich wieder ihrem Spiel zu. „Spielen wir 501?", fragte Wakili. „Macht mehr Spaß, wenn sich das Spiel über einen längeren Zeitraum erstreckt."
    
    „Ich bin einverstanden", meinte Maya. „Wie weit soll ich zurück?"
    
    Mustafa nahm sein Handy und rechnete. „Ich würde sagen 3 Meter statt rund 2,50. ...
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