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Die Abenteuer der Maya Klein 06
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Dann ist es fair, würde ich sagen. Immerhin wirfst du ja auch von oben nach unten." Wakili glaubte nicht daran, dass es notwendig war, dass Maya die Distanz zur Scheibe verlängerte, aber Bommel gab Melissa und Mustafa recht. Sein Freund ahnte ja noch nicht einmal im Ansatz, was ihre große Kollegin für Stärken aufwies. „Ich hole noch ‚ne Runde", meinte Melissa. Ihre Zunge schien schon schwerfälliger zu werden. So ging sie rüber zur Bar, bestellte für die Jungs Bier und für sich und Maya noch einmal Longdrinks. Die beiden Pärchen waren gerade fertig geworden, als sie zurückkehrte. „Ich füll dich ab, Mayamaus! Heute Nacht ist die unsere Missi!" Melissa lachte, stellte die Gläser und Flaschen auf einen Beistelltisch und setzte sich auf einen der Stühle. „Ich habe heute einen richtig im Tee. Lasst mich die erste Runde aussetzen, okay?" Sie blickte zu ihrer Kollegin auf und grinste. „Wie ist es bei dir?" „Hätte ich dir vielleicht sagen sollen, aber ich werde nicht betrunken. Alkohol wirkt nicht bei mir. Aber die Drinks schmecken super! Ends geil." Melissa sah sie entgeistert an. „Ohne Scheiß? Du kannst nicht besoffen werden?" Sie wirkte fassungslos in diesem Moment. „Wie beknackt ist das? Was für ein abgefucktes Leben, wenn man sich nicht mal gepflegt betrinken kann." Sie blickte in ihr Glas, griff danach und saugte an dem Strohhalm. „Maya! Du bist dran. Bommel hat 67 Punkte rausgehauen, Wakili gleich mal 76 und bei mir sind es immerhin 64. Jetzt kannst du Wakili ...
... mal zeigen, was mit dir los ist." Mustafa hob seinen rechten Daumen in ihre Richtung, wartete, bis sie an ihn herangetreten war, und reichte ihr dann die Pfeile. Wakili beobachtete die riesige Frau genau. Im Gegensatz zum Billard schien sie jetzt sehr selbstbewusst an die Sache heranzugehen. Sie stellte sich an die Linie, konzentrierte sich kurz und warf den ersten Pfeil auf das Zentrum der Scheibe. Mit einem hohlen Poltern schlug er in die Mitte ein, nur einen Zentimeter vom Rand des Bullseye entfernt. „Fünfundzwanzig Punkte!", staunte er. „Das wird wirklich spannend." Er sah der riesigen Polizeianwärterin dabei zu, wie sie sofort den nächsten Pfeil warf, und der landete genau in der Mitte. Wakili beobachtete Maya entgeistert dabei, wie sie erneut ausholte und der Pfeil in das winzige Tripple-Zwanzig-Feld einschlug. „60 Punkte!" Bommel und Mustafa grinsten in seine Richtung. „So! Es geht also um den zweiten Platz. Es sei denn, Maya geht noch mal ein paar Meter zurück." „Kann ich machen, kein Problem. Ich sag auch gerne das Feld an, und wenn ich nicht treffe, gelten die Punkte nicht. Okay?" „Wenn das für dich klar geht? Haben wir wenigstens den Hauch einer Chance", erwiderte Mustafa. Wakili trat an die Scheibe, versuchte, die Pfeile herauszuziehen, doch steckten sie tief in der Oberfläche der Scheibe fest. „Das gibt es doch nicht. Ich brech die Spitze ab!" Maya kam ihm zu Hilfe und zog die Pfeile ohne Anstrengung aus der Scheibe heraus. Sie sah dem Afrikaner ...