1. Die Abenteuer der Maya Klein 06


    Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Bommel von ihnen schwer beleidigt und in ihrer Würde herabgesetzt. Wir haben ein Handyvideo davon."
    
    Mustafa meinte, dass Maya auch noch bedroht worden war. „Er hat eindeutige Anspielungen darauf gemacht, dass man sich ein zweites Mal sehen würde. Der andere hier ist auf Bewährung."
    
    „Wir nehmen sie erst einmal mit. Ihr könnt dann morgen eure Aussagen machen", meinte Jana, legte dem Glatzkopf Handschellen an und lächelte zu Mayas Gesicht hinauf. „Wenn ich das meiner Tochter erzähle."
    
    Maya wandte sich nach Melissa um, während Mustafa, Bommel und Wakili wenigstens die eine Runde noch fertig spielen wollten. Sie selbst hatte keine Lust mehr. „Wo ist sie?"
    
    Mustafa meinte, dass Melissa aufs Klo wollte. Sie schien es ziemlich eilig gehabt zu haben, wie er betonte.
    
    „Ich geh mal nach ihr sehen. Die hat sich heute ziemlich weggeschossen." Maya nickte den drei Männern zu, ging zu den Toiletten und drückte die Tür zum Frauen-WC auf. Sie quetschte sich durch die Zugangstür, fluchte und bückte sich unter der für sie zu niedrigen Decke. „Mel?"
    
    Sie sah nichts, hörte aber jemanden atmen und einen ruhigen Herzschlag. „Mel? Bist weggepennt?" Sie sah über die drei Kabinentüren hinweg und fand die Kollegin mit heruntergelassenen Hosen gegen die Seitenwand gelehnt in der letzten Kabine. Sie zögerte nicht, schob ihren Arm über den oberen Rand und griff nach dem Riegel.
    
    Vorsichtig drückte sie die Tür nach innen auf, richtete den Oberkörper Melissas auf, hob vorsichtig ihren ...
    ... Leib an, legte ihn sanft über ihre rechte Schulter und zog ihr die Unterwäsche über die Beine nach oben.
    
    „Du bist lieb, Türmchen. Bringst du mich nach Hause?", flüsterte Melissa leise.
    
    „Na klar! Jetzt komm! Schaff es wenigstens nach unten. Ich komme mit dir zusammen nicht durch die Türen." Maya stellte die Kollegin vorsichtig auf die Füße. Sie musste Melissa stützen, sonst wäre sie hingeschlagen. „Komm schon! Hilf mir ein bisschen! Ich mag dir nicht wehtun."
    
    Die Kollegin riss sich zusammen, richtete sich vorsichtig auf, sah zu, wie Maya das Kleid in Form brachte, und verließ behutsam die Kabine, wobei sie sich mit den Händen an den Wänden abstützte.
    
    Maya stieß sich beinahe den Kopf an der Decke, hielt Melissa die Tür auf und stützte sie mit ihrer Hand.
    
    „Können wir nicht noch was bestellen?", lallte die Kollegin. „Ich hab noch Durst."
    
    „Den Dienst morgen kannst du vergessen. Wenn du morgen aufwachst... alter Schwede", sagte Maya mitfühlend. Sie bat die Frau an der Bar, kurz auf Melissa aufzupassen und ging zurück in den Spielbereich, um den Männern Bescheid zu sagen.
    
    „Jungs? Ich bringe die Kleine nach Hause. Die ist völlig fertig."
    
    „Hey! Kein Wunder, wie die sich heute versenkt hat. Meinst du, die ist morgen am Start?", fragte Bommel besorgt. „Wenn du Hilfe brauchst..."
    
    Maya hob ihre Schultern. „Nein, alles gut. Keine Ahnung, ob sie es morgen schafft, ich glaube nicht daran. Erzählt niemandem was davon, okay?"
    
    Mustafa und Bommel versprachen es. Maya ...