1. Zu viel Arbeit


    Datum: 06.06.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... weich geklopft werden sollte, denn die gestellten Aufgaben waren unsinnig. Das Grinsen des Juniorchefs brachte mich fast um. Eigentlich gab es nur zwei Wege, um diesem Teufelskreis zu entwischen. Erstens, ich gebe nach und bumse mit dem Widerling und sicher danach mit noch anderen oder ich gehe zu meinem Mann, beichte ihm meinen Fehltritt und kündige. Nur kündigen geht nicht, denn dann wird mein Mann sicher informiert.
    
    Und dann der Brief meines Mannes mit der Ankündigung des Fremdgehens durch ihn. So weit war ich mit meinen Gedanken, als ich bei meinen Schwiegereltern ankam. Die Begrüßung durch den Schwiegervater war kühl, so ganz anders als in der Vergangenheit. Auch meine Schwiegermutter war zurückhaltender, aber nicht unfreundlich.
    
    "Komm, setz dich und dann erzähle mir, was bei euch los ist, wie es dazu kommen konnte, dass Jürgen hier auftaucht und dann alleine wegfährt. Und das zu einem Konzert einer Band, die ihr Beide doch so mögt."
    
    Mit keinem Wort erwähnte sie eine andere Frau. Ob sie nichts weis oder will sie mich nur nicht quälen.
    
    Mit einer Tasse Kaffee in der Hand begann ich erst stockend und dann immer flüssiger zu erzählen, von der vielen Arbeit, den immer neuen Aufgaben, von unserem leider nicht mehr vorhandenen Eheleben, aber nicht von meinem Fremdgehen, von dieser einen wilden Nacht.
    
    Als ich aufhörte zu sprechen, sah mich meine Schwiegermutter an und ich sah, dass sie enttäuscht war, ja, fast schon wütend wurde.
    
    "Bettina, wenn du noch was ...
    ... von eurer Ehe retten willst, sei wenigstens einmal ehrlich. Mit wem hast du auf der Arbeit ein Verhältnis. Sieh, Kind, ich bin auch mal eine solch junge Frau gewesen, wie du es jetzt bist und ich weis aus eigener Erfahrung, dass man in diesem Alter nicht monatelang ohne Sex auskommt. Es sei denn, man ist krank oder man träumt von einem anderen Mann, mit dem man entweder schon intim war oder es gerne sein will. Also was ist wirklich passiert?"
    
    Noch immer konnte ich mich nicht durchringen, mein Fremdgehen und meine Träume zu gestehen. Das von mir geäußerte Dementi war selbst für mich nicht wirklich überzeugend.
    
    "Betty, so wird das Nichts, so verlierst du deinen Mann und so können wir dir auch nicht helfen. Wenn du glaubst, dass es nicht schon genug Gerede über das, was auf der Arbeit geschieht, gibt, dann täuscht du dich und Jürgen ist nicht nur enttäuscht, dass du ihn kalt gestellt hast sondern auch, weil er annimmt, dass du ein oder mehrere Verhältnisse hast. Tut mir wirklich leid, aber so wirst du deine Ehe nicht retten können. Du weißt, dass es nicht nur bei dir die Bewerber Schlange stehen und derzeit ist die Gefahr bei Jürgen riesig. Er ist auch nur ein Mann mit Bedürfnissen und Wünschen. Pass also auf, dass ihr euch nicht verliert und du irgendwann alleine da stehst."
    
    Ich fing an zu heulen und rannte raus. In dem großen Garten setzte ich mich auf eine Bank, die ziemlich in der Ecke stand und konnte meine Tränen nicht stoppen. So bemerkte ich nicht, wie sich mein ...
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