1. Vernissage und ungewolltes Outing


    Datum: 07.06.2026, Kategorien: BDSM

    ... ein bisserl besorgt.
    
    Ich erzähle ihr von Sabines Vorhaben mit mir. Karin bestärkt mich. Die Sklavin in mir beginnt sich über die rational und nüchtern denkende Frau zu erheben, sie wird bestimmend.
    
    Den ganzen Tag bin ich schon wurlert, unkonzentriert, geistesabwesend, meine Gedanken drehen sich nur um dich.
    
    Deine Sklavin macht sich für dich hübsch, nach einem langen Pflegebad creme ich mich sehr gründlich mit Melkfett ein, am ganzen Körper, schminke mich, dunkelrote Lippen, dunkle Lidschatten, ziehe die Augenbrauen dunkel nach. Meine Haare binde ich mir hoch, so ein Zwischending zwischen Knoten und Rossschweif. Ich trinke zwei Schlumberger Piccolos, lege mir dann die weinroten Ledermanschetten um meine Handgelenke und das Halsband an, reibe mich nochmal mit Hautöl ein, mein Körper glänzt. Zum Schluss tausche ich die Brille gegen die Kontaktlinsen und schlüpfe in die bordeauxroten Wildleder-High Heels, schaue mich im großen Spiegel meines Bades an. Frech, lasziv, selbstbewusst, provokant, devot, alles und nichts passt auf mein Spiegelbild.
    
    Ich gehe die Stiege herauf ins Atelierzimmer, seit geraumer Zeit ist da dieser große neue Haken im Balken, nach dem ich als Sklavin verlange, um den sich meine Gedanken schon den ganzen Vormittag drehen, den ich als Constanze fürchte, die kurze Kette hängt daran herunter.
    
    Ich lege die lange dünne Snakewhip zusammengerollt auf den Dielenboden, sodass sie zu meinen Füßen liegen wird.
    
    Ich verbinde meine Handgelenkfesseln mit ...
    ... den Karabinern, das kann ich nun schon nicht wieder rückgängig machen, dann stelle ich mich in den High Heels auf meine Zehenspitzen, hake nun den Karabiner an der Kette in den Ring an den Ledermanschetten ein. Meine Arme sind jetzt lang nach oben gestreckt, hänge beinahe schon an ihnen, stehe zwar nicht mehr auf den Zehenspitzen, aber etwas unsicher auf meinen ziemlich hohen Absätzen. Jeder Orthopäde würde wahrscheinlich bei diesem Anblick einen Anfall bekommen, geht es mir durch den Kopf.
    
    Es ist erst halb drei, eine halbe Stunde noch bis du vom Termin retour bist, die Zeit vergeht langsam, sehr langsam, wie in Zeitlupe.
    
    Ich warte, beginne zu schwitzen, spüre meine Unruhe, spüre, wie sie steigt, sich langsam in Furcht wandelt, was ist, wenn du nicht kommst, wer wird mich befreien. Panik überfällt mich, wir haben keine Sicherheit ausgemacht, wie sonst, wenn ich mich nicht bei Karin oder Anna melde. Schweiß bricht aus, mir rinnen Tränen über die Wangen. Endlich höre ich die Erlösung aus der Ungewissheit, höre dich, wie du unten die Eingangstüre öffnest, den Schlüsselbund auf die Garderobe wirfst.
    
    »Constanze, wo bist Du?«
    
    »Hier oben!«, presse ich hervor.
    
    »Wieso?«
    
    Ich höre deine Schritte, deine Schritte auf der Holzstiege. Du schaust etwas erstaunt, als du mich erblickst.
    
    »So ist das also, eine schöne Bescherung!«
    
    Mal wieder so ein Satz von dir, für den ich dir, wenn ich könnte, in den Hintern träte. Du greifst hart nach mir, küsst mich fordernd, streichst ...
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