1. Vernissage und ungewolltes Outing


    Datum: 07.06.2026, Kategorien: BDSM

    ... kühl.
    
    Es wird eine erfüllte Nacht, trotz der Schmerzen, ich weiß nicht mehr wie oft du mich in den siebten Himmel gepudert, gevögelt hast.
    
    Erst spät am Vormittag werde ich richtig wach, du bist fort, ein Zettel liegt am Nachtkasten: ›Bis heute Abend, W.!‹ Ich schaue in den Spiegel, ein grausliches Bild, meine Haare wirr, mein Gesicht von Tränen, Schweiß, Schminke, deinem Sperma verschmiert. Und alles tut irgendwie weh, meine Muschel und mein Arsch sind wundgefickt und trotzdem ich bin stolz und zufrieden, eben eine devote, masochistische Frau.
    
    Und dann ist da wieder plötzlich ein so rationaler Gedanke, was wird Anna über das ebenso entsetzlich ausschauende Bett sagen? Ganz gleich, es ist ja nicht das erste Mal.
    
    Drei Tage später, du bist wieder in Deutschland, ich überwinde mich, rufe Sabine an. Es ist grausliches Wiener Winterwetter, nasskalt, schmuddelig, ich ziehe den warmen Mantel fest um meinen Körper als ich auf die U 4 am Bahnsteig warte. In meiner kleinen Tasche sind das Outfit, die Utensilien, die ich für das Shooting ausgesucht habe. Nur das kurze Samtkleid, die Strümpfe, den Strapsgürtel und die roten Stilettos habe ich bereits unter dem Mantel an.
    
    Kurz nach siebzehn Uhr stehe ich etwas fröstelnd vor Sabines Studio.
    
    Wärme umfängt mich als Sabine die Türe öffnet. Sie ist ganz in Weiß, enges Trägerhemd, das die großen, bunten Tattoos, die sie sich anstelle ihrer fehlenden Brüste hat stechen lassen, erkennen lässt, lockere Leinenhose, barfuß, ihre ...
    ... Fußnägel provozierend schwarz. Zur Begrüßung gibt’s Busserl. Als ich den Mantel ablege betrachtet sie mich anerkennend.
    
    »Sehr fesch Constanze!«
    
    Im Atelier eine entspannte Atmosphäre, viele Stoffbahnen an den Wänden, warmes Licht, Kaffeeduft, Obers und eine Flasche Sekt am kleinen Tisch mit bequemen Fauteuils, das weiche Polster tut meinem geschundenen, immer noch ein bisserl ziehenden Popo gut, leise Musik, sie kennt meine Liebe zum Barock.
    
    Sabine schenkt Kaffee und Sekt ein, versteht es mit Einfühlungsvermögen meine Anspannung, meine Zweifel abzubauen, rasch kommen wir ins Plaudern.
    
    »Wollen wir beginnen?«, fragt sie irgendwann.
    
    Längst bin ich in der Stimmung, gewiss tut auch der Sekt seine Wirkung.
    
    Sabine schaltet nun einige recht grelle Spotlights ein.
    
    »Was hast Du mitgebracht? Darf ich nachschauen?«
    
    Ich nicke, sie öffnet die Tasche, schaut und greift hinein und fördert die Outfits und Instrumente, Spielzeuge hervor, legt alles auf den großen Schminktisch.
    
    Ich werde nun doch ein bisserl verlegen, spüre wie Röte mir ins Gesicht tritt, gebe ich doch recht Intimes preis.
    
    Sabine muss lachen: »Nun hab‘ Dich nicht so! Glaubst Du, so etwas hab‘ ich nicht schon häufiger gesehen?«
    
    Bald liegt die schwarze Ledercorsage am Tisch, schwarze Netzstrümpfe, ein Ballknebel, Ledermanschetten, Halsband, ein stark genoppter Glasdildo, das Nadelrad, der Stachelvibrator, der große Edelstahlplug und meine Schminkutensilien.
    
    »Eine hübsche Auswahl«, meint Sabine ein ...
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