1. Der Schlüssel zur Versuchung 04


    Datum: 10.06.2026, Kategorien: Liebende Frauen,

    ... mich nach einer Rettung anfühlte. Aber irgendwo, tief in mir, glaubte ich die Tigerin, leise und wissend, kichern zu hören.
    
    Er war mein einziger Halt:
    
    Am nächsten Morgen fuhr ich in meinem Porsche zur Arbeit und genoss das ungewohnte Gefühl, länger geschlafen zu haben. Während Enzo bereits schon früh zu seiner Frühschicht aufgebrochen war, drehte ich eine Extrarunde durch die Stadt, nur um das Gefühl der Freiheit und Status unter meinen Händen länger zu spüren.
    
    Als Zeichen meiner inneren Entscheidung, mich nicht widerstandslos Tekins Spielchen zu unterwerfen, hatte ich meine Haare wieder zu einem strengen Pferdeschwanz gebunden und trug eine elegante, anthrazitfarbene Hose kombiniert mit einer hochgeschlossenen, weißen Seidenbluse. Dies entsprach sicher nicht seiner Vorliebe für Röcke und durchscheinende Nylons an meinen langen Beinen, aber ich wollte nunmal meine Grenzen austesten und musste ihm zeigen, dass er nicht einfach, wann immer ihm danach war, über meinen Körper verfügen konnte.
    
    Während der Fahrt ließ ich meine Hände über das Leder des Lenkrads gleiten, drehte das Radio lauter und sang mit bei einem rebellischen Pop-Song, dessen Text perfekt meine aktuelle Stimmung traf. Die Bässe dröhnten durch den Innenraum und übertönten für einen Moment die warnende Stimme in meinem Kopf.
    
    Im Büro arbeitete ich konzentriert mit den Premium-Datensätzen bis zur Frühstückspause. Die Verträge, so qualitativ hochwertig waren die Kontakte, schlossen sich fast von ...
    ... selbst ab. Genau in diesem Moment tauchte unvermittelt Jan vor meinem Tisch auf. Er wirkte offiziell, fast steif, aber in seinen Augen lag ein unübersehbarer Funken der Dringlichkeit. "Frau Webert, können Sie bitte kurz in mein Büro kommen? Da stimmt etwas mit dem letzten Vertragsabschluss von gestern nicht", sagte er mit einer Stimme, die für alle um uns herum geschäftsmäßig klang.
    
    Aber ich durchschaute ihn sofort. Das war nur eine fadenscheinige Ausrede, um mich diskret in sein Büro zu locken und unter vier Augen sprechen zu können.
    
    "Natürlich, Herr Landmann", antwortete ich ebenso professionell und folgte ihm.
    
    Während ich hinter ihm herging, beobachtete ich die angespannte Haltung seiner Schultern und dachte verzweifelt über eine Strategie. Was, wenn er sich so auf mich stürmen würde, wie ich gestern auf ihn? Wie konnte ich ihn auf Abstand halten, ohne unsere Arbeitsbeziehung - und meinen Zugang zu der Quelle seiner wertvollen Daten - zu gefährden?
    
    Doch zu meiner Erleichterung lief alles ganz anders. In seinem Büro angekommen, hielt er mir die Tür auf, ließ mich eintreten und setzte sich hinter seinen Schreibtisch. Er wies auf den Stuhl gegenüber.
    
    "Bitte, setz dich."
    
    Und musterte mich lange, bevor er jedoch sprach, blieb sein Blick an meinem Verlobungsring hängen.
    
    "Daniela... ich habe die ganze Nacht über uns nachgedacht."
    
    In mir schoss es sofort hoch.
    
    *Da gibt es nichts nachzudenken! Es gibt kein "uns"!*
    
    Doch ich hielt meinen Gesichtsausdruck ...
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