1. Der Schlüssel zur Versuchung 04


    Datum: 10.06.2026, Kategorien: Liebende Frauen,

    ... ich dir Jans Quelle zu Füßen. Dann werde ich wieder in Hosen vor dir stehen, und wir werden sehen, ob du dann noch so kalt und lässig bleiben kannst, du Bastard."
    
    Ich trat das Gaspedal durch, die Reifen quietschten durch, als ich mit einem Affenzahn vom Parkplatz raste, als könnte ich die Demütigung und diese seltsame Leere hinter mir lassen.
    
    Der Geruch, der mir entgegenschlug, als ich unsere Wohnungstür öffnete und mich wieder einigermaßen beruhigt hatte, war wie ein Rettungsseil, das mich entgültig aus dem Strudel zog. Knoblauch, Olivenöl, Basilikum. Mein Enzo. Er kam aus der Küche und sein Gesicht war wie aufgehellt, das von einem warmen, ehrlichen Lächeln stammte, und das nichts von Tekins kalkulierten Blicken oder Jans verliebter Schwäche gemein hatte.
    
    "Mein Herz!", rief er, breitete die Arme aus und zog mich sofort an sich. Sein Körper war fest, warm und vertraut, sein Griff sicher und ich fühlte mich geborgen bei ihm. Er vergrub sein Gesicht an meinem Hals und hauchte mir kurze Küsse auf die Haut.
    
    "Ich habe den ganzen Tag an dich gedacht. Mein wunderschönes, blondes Mädchen."
    
    Ich schmolz in seiner Umarmung, umklammerte ihn und presste mich an ihm, als könnte ich so all den Schmutz des Tages von mir abschütteln.
    
    "Enzo", flüsterte ich, und meine Stimme bebte leicht vor Erleichterung. Heute war ich ihm treu geblieben. Heute hatte ich nur gespielt, nicht bis zum Ende geliefert. Die Schuld, die mich sonst wie ein Mantel umgab, war heute dünner, ein ...
    ... wenig erträglicher. Ich konnte seine Zärtlichkeit erwidern, ohne dass mir das Herz in der Brust zusammenschnürte.
    
    "Du riechst so gut", seufzte ich und küsste seine Wange. "Und es riecht himmlisch hier."
    
    "Eine deiner Lieblingsessen. Spaghetti Aglio e Olio mit frischen Garnelen", sagte er stolz und drehte sich in meinen Armen, ohne mich loszulassen, um mit dem Kopf in Richtung Küche zu deuten. "Weil du mein Ein und Alles bist."
    
    "Du verwöhnst mich", protestierte ich schwach und küsste ihn wieder, viel länger diesmal, sanft und hingegeben suchte meine Zunge die Seine. In diesem Moment, in seinem Arm, war alles wieder so einfach. Die Tigerin in mir schlummerte, und war satt und zufrieden.
    
    "Ich brauche dich bei mir, Enzo. Immer."
    
    "Und ich dich, amore mio", erwiderte er ernst. "Weißt du, heute als ich entgültig mein zukünftiges Dasein als professioneller Koch begrub, da habe ich nur an dich gedacht. Dass wir bald den ganzen Tag zusammen sein können. Das ist alles, was ich von nun an will."
    
    Wir aßen an dem kleinen Tisch in unserer engen Küche. Das Essen war perfekt, und sein Anblick, wie er mir aufmerksam den Wein nachschenkte, erfüllte mich mit einer so tiefen Zufriedenheit, dass sie fast schmerzhaft war.
    
    "Erzähl mir von deinem Tag", bat er, während wir später gemeinsam das Geschirr spülten. Er wusch, ich trocknete ab.
    
    Allerdings log ich wieder, so glatt und selbstverständlich, dass es mich erschreckte, wie einfach es mir mittlerweile gelang. Von langweiligen ...
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