1. Der Schlüssel zur Versuchung 04


    Datum: 10.06.2026, Kategorien: Liebende Frauen,

    ... Telefonaten, von einer möglichen neuen Teamstruktur, von allem -- nur nicht von Tekin, nicht von Jan, nicht von dem Diebstahl und der Erpressung, die ich plante. Ich webte ein Tapet aus Harmonie, und er glaubte mir ohne einen Hintergedanken. Sein Vertrauen war mein Heiligtum und meine Hölle zugleich.
    
    Später lagen wir auf dem Sofa, während sein Arm schwer und beschützend um meine Schultern lag, und es flackerte irgendein Film über den Fernseher. Ich spürte die Wärme seines Körpers, den gleichmäßigen Rhythmus seines Atems. Und die Anspannung des Tages wich langsam aus meinen Gliedern, so dass ich mich enger an ihn schmiegte, und seinen Duft einatmete -- sein Shampoo, seine Haut und einfach nur Enzo in mich hineinsog.
    
    "Ich liebe das", murmelte ich schläfrig in sein T-Shirt. "Einfach so da zu sein. Mit dir."
    
    "Das ist alles, was zählt", flüsterte er zurück, und seine Lippen berührten meine Stirn. "All der andere Mist da draußen... der ist nicht echt. Wir sind echt und müssen uns bewahren."
    
    *Uns... bewahren? Nur noch diese eine Sache, dann...* schwor ich mir, dann kann ich es mir leisten.
    
    Kurz bevor der Film endete, wurde sein Atem tiefer und regelmäßiger. Er war eingeschlafen. Ich blieb noch einen Moment auf seinem Oberschenkel liegen, lauschte diesem friedlichen Geräusch und schwor mir leise: "Ich werde diesen Spagat schaffen. Ich werde uns durch all das durchbringen. Für ihn. Für uns."
    
    Als ich später aus dem Badezimmer kam, schlief er bereits tief und fest in ...
    ... unserem Bett. Ich zog meinen Pyjama an, schlich mich zu seiner Seite und schmiegte mich eng an seinen Rücken. Meine Nase suchte den warmen, vertrauten Platz in seinem Nacken, und ich zog wieder seinen Duft tief in mich ein. Sein Duft. Nach Zuhause. Nach Unschuld. Nach allem, was in dieser sich viel zu schnell drehenden, gefährlichen Welt noch gut und richtig war.
    
    Er war mein Anker. Der Einzige, der die Tigerin in mir bändigen, der dieses gierige, dunkle Biest in mir besänftigen konnte. In seinen Armen war ich einfach nur die alte Daniela. Geliebt und sicher. Er war mein einziger Halt, der mich davor bewahrte, völlig aus meiner Bahn geschleudert zu werden. Ich musste ihn einfach bei mir auf der Arbeit haben. Die ganze Zeit.
    
    Jetzt heißt es, entweder du oder ich:
    
    Als das schrille Piepen meines Smartphones mich aus dem Schlaf riss, drückte ich verschlafen den Snooze-Knopf und wollte mich wieder in die Kissen zurückstehlen. Doch dann spürte ich einen Blick auf mir. Ich öffnete die Augen und sah Enzo, der auf der Seite lag, sein Kopf in die Hand gestützt, und mich einfach nur warm betrachtete. Seine Augen, diese dunklen, sanften Pfützen, hingen an mir, als wäre ich ein Gemälde.
    
    "Stimmt ja", murmelte ich heiser, "du hast heute Spätschicht." Die Erkenntnis brachte mir ein sanfte, wohlige Wärme in meinen Bauch. Es war schön, wenn man nicht allein aufwachte. Er würde erst um vierzehn Uhr bei der Arbeit sein müssen. Wir hatten also Zeit.
    
    "Ich sehe bestimmt furchtbar aus", ...
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