-
Der Schlüssel zur Versuchung 04
Datum: 10.06.2026, Kategorien: Liebende Frauen,
... stieß ich hervor und versuchte, mich halb im Bett aufzurichten und zog die Decke bis zum Kinn hoch. Meine Haare waren sicher eine Strähnenwüste, und die Spuren des Schlafes waren ja noch in meinem Gesicht eingraviert. Er lachte leise, es war ein warmes, kehliges Geräusch, nur wie er sie eigen hatte. "Quatsch", widersprach er, und seine Hand kam unter der Decke hervor, um eine verirrte Strähne hinter mein Ohr zu streichen. "Ich sehe dir schon seit einer Weile zu. Wie du schläfst. Deine Wimpern zittern manchmal, und deine Lippen sind leicht geöffnet. Es... beruhigt mich, in dieser schwierigen Zeit mit meinem Job." Seine Augen wurden weich, fast ehrfürchtig. "Manchmal kann ich es kaum glauben, welch unfassbares Glück ich habe. Dass du mich damals erwählt hast. Ausgerechnet mich." Seine Worte trafen mich. Sie weckten wieder die Schuld in mir, die da immer lauerte, wie eine schwere, kalte Schlange in meinem Bauch. Ich unterdrückte sie knallhart, und umarmte ihn stattdessen, vergrub mein Gesicht an seinem Hals, atmete den vertrauten, nach Schlaf und warmer Haut schmeckenden Duft von ihm ein. "Du Dummkopf", flüsterte ich, und meine Stimme brach vor Emotionen. "Ich bin die Glückliche." Er küsste mich darauf, zuerst nur sanft, es war eine beruhigend seine Lippen auf meiner Schläfe zu spüren, dann suchten und fanden seine Lippen, weich und fordernd zugleich, die meine,. Es war ein Kuss, der Versprechen und Zugehörigkeit ausdrückte, kein Feuerwerk, sondern ein ...
... beständiges Glimmen. "Ich mache uns lieber Frühstück", hauchte er gegen meinen Mund, bevor er sich aus dem Bett schwang. Seine nackte, muskulöse Rückseite verschwand in Richtung Küche, und ich blieb zurück, innerlich durchwärmt und zerrissen zugleich. Dank des Porsche hatte ich tatsächlich wieder Morgens Zeit. Nach meiner Morgentoilette, bei der ich mich nur mit Wasser übergoß und die Zähne putzte, setzten wir uns an den kleinen Küchentisch. Er hatte Croissants aufgewärmt und Kaffee gekocht. Ein einfaches, perfektes Glück. Ich zog mir die gleichen Sachen wie am Vortag an -- die enge, graue Hose und die einfache Bluse. Eine stumme Provokation, die nur einer Person galt, die sie wahrscheinlich nicht einmal bemerken würde. Und verabschiedete mich von Enzo mit einem langen, innigen Kuss an der Tür. "Viel Glück heute, amore mio", sagte er und tätschelte meinen Hintern. "Du auch", erwiderte ich und meinte es so, wie ich es selten meinte. Dann ging ich, ohne auch nur einen Hauch Make-up aufzutragen. Actio reactio. Wenn Tekin mich mit Nichtbeachtung strafen wollte, weil ich keine Röcke trug, dann sollte er ebenfalls die Konsequenzen tragen. Er sollte das ungeschminkte, rebellische Gesicht der Frau sehen, die er erst zu seiner Schlampe machen wollte und dann fallen ließ wie eine heiße Kartoffel. Der Arbeitstag war heute eine monotone Folter. Unendliche Telefonate, leere Versprechungen meinerseits, und misstrauische Kunden nervten mich. Doch letzendlich überredete ich sie zu den ...