1. Der Schlüssel zur Versuchung 04


    Datum: 10.06.2026, Kategorien: Liebende Frauen,

    ... meine eigene Linke, und ließ das Licht auf den stummen Zeugen meiner eigenen Doppelmoral, auf meinem Verlobungsring blitzen.
    
    "Und ich bin verlobt", konterte ich, mit einer harten Stimme. "Was jetzt hier passiert, hat nichts mit Gefühlen zu tun. Sieh es als eine Art Transaktion an. Eine Rückversicherung. Und ich verspreche mir etwas davon."
    
    Ich musterte ihn von Kopf bis Fuß, wie ein Metzger, der das Schlachtvieh begutachtet.,,Und jetzt..." Ich deutete mit einer Kopfbewegung zur Badezimmertür. "...geh pissen. Ich will nicht, dass dein Steifen abschwillt, weil du plötzlich mittendrin Druck auf der Blase spürst."
    
    Er zuckte zurück, als hätte ich ihm ins Gesicht geschlagen. Seine Lippen öffneten sich, als wolle er protestieren, doch schließlich fügte er sich.
    
    "Aber", fügte ich hinzu, als er sich schon zur Badezimmertür drehte, "nicht duschen. Und benutz keine Seife."
    
    Er riss seine Augen auf. "Was? Warum...?"
    
    Ich wollte nicht, dass meine Beute nach Shampoo und Kernseife schmeckte, und zischte: „Ich will den Mann. Den herben, ehrlichen Geruch von Angst und Lust. Dein wahres Ich. Jetzt mach schon!" In meiner Stimme lag das unverhohlene Knurren einer Tigerin.
    
    Geschlagen, gedemütigt, aber auch seltsam fasziniert von der Brutalität meiner Direktheit, verschwand er schließlich wortlos im Bad. Ich hörte, wie der Urin kraftvoll und lange in die WC Keramik plätscherte. Hörte das Geräusch der Erleichterung, die ich ihm befohlen hatte.
    
    In mir brodelte eine unbändige, ...
    ... durchdringende Macht. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, diesen fast 1,9 Meter großen, durchtrainierten Mann wie eine Marionette an meinen Fäden zu ziehen -- diese Kontrolle war berauschend, ein Nektar, der süßer war als jeder Wein.
    
    Während das Plätschern im Bad anhielt, griff ich routiniert in meine Handtasche, holte meinen Smartphone heraus und mit ein paar Wischbewegungen, ein Druck auf den roten Kreis -- und schon begann die Aufnahme. Ich stellte das Handy aufrecht zwischen zwei kleine Mineralwasserflaschen auf der Kommode und schob ein aufgestelltes Willkommensschild davor, der die untere Hälfte der Flaschen, samt mein Handy verdeckte. Perfekt positioniert, um das gesamte breite Doppelbett im Visier zu haben. Fast unsichtbar und ein stummer Zeuge. Meine Rückversicherung!
    
    Dann setzte ich mich auf die Bettkante, schlug die Beine übereinander und ließ meinen kurzen Rock ein wenig höher rutschen.
    
    "Komm her", befahl ich, als er aus dem Bad trat.
    
    Zögernd kam er näher und blieb einen Meter vor mir stehen. Seine Augen waren weit aufgerissen. Er war gefangen zwischen Abscheu und einer unausweichlichen, dunklen Neugier.
    
    "Näher", zischte ich erregt von seiner Angst.
    
    Er tat einen weiteren zögerlichen Schritt auf mich zu. Das war mein Moment. Blitzschnell griff ich zu, packte seine Krawatte -- ein langweiliges, graues Ding -- und zog ihn mit brutaler Kraft zu mir herab. Er stolperte und fing sich mit den Händen auf der Bettkante neben meinen Hüften ab. Sein Atem ...
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