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Der Schlüssel zur Versuchung 04
Datum: 10.06.2026, Kategorien: Liebende Frauen,
... still im Wagen, nur noch das Prasseln des Regens auf dem Dach war zu hören. Die anfängliche Freude in Enzos Gesicht wich plötzlich einer schweren Betrübnis, dann seufzte er tief. "Bei mir läuft es leider nicht so gut", begann er stockend zu erzählen. "Die Absatzzahlen bei unserer Firma, die ein Zulieferer für die Automobilindustrie ist, kriseln schon seit Monaten gewaltig. Und heute... heute habe ich die Bestätigung bekommen. Sie verlängern meinen Leiharbeitsvertrag nicht." Er schluckte schwer. "Dabei war ich in den letzten zwei Jahren keinen einzigen, verdammten Tag krank geschrieben." "Oh, mein armer Liebling", sagte ich und legte tröstend einen Arm um seine Schultern. Zog ihn sanft näher an mich und roch den feuchten, vertrauten Geruch seines Haares. "Das tut mir so leid." Doch während ich ihn tröstete und mein Gesicht in seinem nassen Haar vergrub, arbeitete mein Verstand fieberhaft weiter. Das war ein Grund mehr für mich, nicht zu versagen. Ein Grund mehr, diesen unbekannten Adresshändler von Jan ausfindig zu machen und ihm diesen exklusiven Vertrag von Herr Tekin aufzuschwatzen. Diese neue Beute hatte noch keinen Namen, kein Gesicht. Aber ich wusste es mit einer plötzlichen, brutalen Gewissheit: Ich würde meine Reißzähne in seinen Fleisch schlagen und nicht eher loslassen, bis er mir gab, was ich brauchte. Enzos Jobverlust war nicht nur ein weiteres Unglück des Schicksals, der uns mit aller Macht in dieser Bedeutungslosigkeit halten wollte, sondern eine ...
... ultimative Bestätigung für mich. In dieser Welt gab es nur Jäger und Gejagte. Und ich hatte mich entschieden, zu jagen. Mit dieser brutalen Vorstellung von der nächsten Jagd im Kopf, die jeden Nerv in mir bis zur Unerträglichkeit erregte und gleichzeitig beflügelte, stiegen wir die vier Stockwerke zu unserer Wohnung hinauf. Ich konnte die Finger nicht von meinem Verlobten lassen. Jede Faser meines Körpers schrie nach dieser spezifischen, rohen Bestätigung. Die Warnung des Arztes, 24 Stunden zu warten, war nur noch ein fernes, unbedeutendes Summen gegenüber dem Dröhnen in meinem Blut geworden. Schon im Treppenhaus, zwischen der abblätternden Wandfarbe und dem Geruch nach altem Linoleum, griff ich nach ihm und drückte ihn gegen das kalte Geländer, mein Mund suchte seinen in einem gierigen, langen Kuss, während meine Hände sein Unterhemd aus der Hose rissen, um die warme Haut darunter zu spüren. Er stöhnte überrascht auf, dann erwiderte er meine Leidenschaft mit der vertrauten Hingabe, die ich so sehr liebte und in diesem Moment doch so schamlos ausnutzte. Seine Hände fuhren mir unter den Rock, packten meinen Po, zogen mich hart an sich. Wir stolperten, küssend und atmend, die letzten Stufen hinauf. Es war eine wirre Verstrickung von Gliedmaßen und unserer Begierde. In der Wohnung angekommen, warf ich meine Tasche in eine Ecke, während Enzo mit einem tritt die Tür ins Schloss fallen ieß. Und sofort war er wieder bei mir, sein Mund auf meinem, seine Hände auf meiner Haut. ...