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Die Abenteuer der Maya Klein 05
Datum: 22.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... überarbeitet. Kein Wunder bei der ganzen Not, welche auf dieser Station aufschlug. Es waren ja nicht nur die Patienten selbst, sondern auch deren Angehörige. Sie fühlte sich hilflos in diesem Moment. Was nützten ihr in solch einem Moment all ihre Fähigkeiten? Richtig! Nichts! Sie konnte nur hilflos zusehen, wie es einem ihr lieben Menschen schlecht ging. Sie betrat wieder den Wartebereich. Keiner ihrer Freunde war gegangen. Manfred trat an sie heran, umarmte sie, dann fragte er, ob es Hevi besser ginge. „Sie hat reagiert, Manne! Einmal kurz meine Hand gedrückt, sprechen tut sie aber nicht. Sie liegt einfach nur da und versucht wahrscheinlich zu begreifen, was da mit ihr passiert ist." Sie wandte sich an ihre Freunde. „Ich denke, wir sollten nach Hause gehen. Rebal und Zelal bringen uns auf den neuesten Stand. Wir können ihr im Moment nicht helfen." Sie wirkte beherrscht in diesem Moment, aber in ihrem Inneren sah es anders aus. Jeane trat an sie heran, umarmte ihre Hüfte und sah zu ihr auf. „And how are you?" „The way you feel when you have to watch someone being tortured by fate." Jeane nickte, während ihr die Tränen über die Wangen liefen. Freunde Die Übernachtung bei den Eltern war überschattet von dem Unglück der Freundin. Bis tief in die Nacht hinein hatte Maya keine Ruhe finden können. Aber auch Falk und Nadja hatten entsprechend reagiert und auch Sascha hatte das alles nicht unberührt gelassen. Manfred war mit Can und Jeane gefahren, die ...
... beiden wollten sich um ihn kümmern. So hielt man sich gegenseitig fest und hoffte inständig, dass Hevi sich langsam berappeln würde. Vielleicht brachte hier die erste Nacht schon einen Fortschritt? Wenigstens so, dass man mit ihr sprechen durfte? Über diese Hoffnung eingeschlafen, wachte sie am nächsten Morgen früh auf, getrieben von dem Drang, auf die Toilette zu müssen. Noch bevor sie auf das WC ging, sah sie nach ihrem Handy. Wieder Nachrichten von Kollegen, aber keine von Hevi oder ihrer Familie. Wer weiß, wie lange Rebal und Zelal noch am Bett ihrer Tochter ausgehalten hatten. Sie beeilte sich, ging ins Bad, setzte sich auf die Toilettenschüssel und tippte eine Nachricht an Baz auf das Display ihres Handys. „Gibt es etwas Neues? Dürfen wir sie heute besuchen kommen?" Es dauerte wenige Sekunden, da kam schon die Antwort. „Müssen die Morgenvisite abwarten. Mit ein wenig Glück wird sie auf Normalstation kommen. Mit Besuch würde ich abwarten, was Baba und Anne sagen. Vielleicht heute Nachmittag? Wir geben euch Bescheid, Türmchen." Sie blieb sitzen, ließ ihren Blick durch das geräumige Bad wandern, richtete ihn auf das Fenster, anschließend auf das Waschbecken gegenüber. Sie wollte sich anziehen und bereit machen. Wenn Hevi rief, wollte sie sofort bei ihr sein. Sie hörte im Flur ihre Eltern miteinander sprechen, auch sie dachten zuerst an die kleine Freundin der Familie. Maya schloss ihre Augen. Der Mann, welchen sie erschossen hatte, verlor auf einmal seine Macht ...