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Die Abenteuer der Maya Klein 05
Datum: 22.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... völlig fertig in diesem Moment. Wahrscheinlich hatten die drei in der Nacht kein Auge zugemacht. „Was ist denn passiert?", fragte die Freundin vorsichtig, während sie Manfred über den Rücken strich. Der Angesprochene sah auf seine Hände herab, ließ sie ineinandergreifen und schien sich offensichtlich für eine Antwort überwinden zu müssen. „Hevi hat mich direkt angerufen. Sie will mich nicht mehr sehen. Sie glaubt fest daran, dass Allah sie für die Lüge bestraft hat. Und dass sie nicht nur über ihre Eltern Schande gebracht hat, sondern auch über mich. Von daher verdient sie mich nicht und auch keine Menschen, die sie lieben. Sie wird mit ihren Eltern sprechen, wenn sie den Mut aufbringt. Danach muss sie dann sehen, wie es mit ihr weitergeht." Maya sah entgeistert auf ihn herab. „Ich fahr zu ihr! Die hat sie doch nicht mehr alle." „Tust du bitte nicht!", antwortete Manfred harsch. „Sie will es nicht, hörst du? Für sie ergibt das alles einen Sinn! Und wenn du ihr noch einen Streit aufdrängst, wird sie noch mehr glauben, dass sie recht hat. Verstehst du?" „Und wie soll ich reagieren? Zusehen, wie sie sich selbst bestraft?", ihre Stimme überschlug sich. „Sie ist meine älteste Freundin. Ich kann sie doch jetzt nicht im Stich lassen." Manfred schloss seine Augen und rieb sich mit den Fingern über die Stirn. „Schreib ihr, Maya! Vielleicht irre ich mich ja auch und du darfst das, was sie mir verwehrt hat." Sie zögerte nicht, zog ihr Handy aus der Gesäßtasche ...
... ihrer Hose heraus und wandte sich an Can, der am Fenster stand und hinunter auf die Straße blickte. „Fahrt nach Hause, Can! Wir bleiben jetzt hier. Schlaft euch aus!" Ihr türkischstämmiger Freund wandte sich zu ihr um, nickte und ging zu Jeane hinüber, welche versuchte, aus dem bisherigen Gesprächsverlauf irgendwie schlau zu werden. „The two stay here. They'll let us know if there's anything new." Jeane sah zu ihrem Freund auf, nickte, dann wollte sie noch einmal Maya umarmen. „I hope Hevi somehow finds her way out of this." Die große Freundin lächelte, gab ihr einen Kuss, nickte ihr zu und meinte, dass sie jetzt bei Manfred bleiben würden. Sie sollten sich einfach ausruhen. Es gab keine Proteste. Ein Zeichen dafür, wie sehr die beiden schon am Limit angekommen waren. Sascha brachte sie noch zur Tür, während Maya sich zu dem Freund setzte und nach ihrem Handy griff. „Hevi! Ich hab dich so lieb. Sagst du mir bitte Bescheid, wann ich zu dir darf? Bitte! Wir stehen das gemeinsam durch. Wie doch sonst alles in all den Jahren!" Es dauerte nur wenige Augenblicke, dann wurde eine Antwort getippt. „Lasst mich mal bitte! Du kannst mir jetzt nicht helfen, Türmchen! Ich habe dich auch lieb!" Das war alles. Ein paar Zeilen. Nichts schien übrig geblieben zu sein von ihrer quirligen Freundin, welche von ihren Schultern aus Sänger antanzte oder sie lebhaft vor irgendwelchen Hatern in Schutz nahm oder sich neben sie gesetzt hatte und half, wenn sie etwas in der Schule ...