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Die Abenteuer der Maya Klein 05
Datum: 22.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Dieser Mann ist gestorben, damit viele andere leben dürfen. Wie sollte ich jetzt noch einen Rückzieher machen, wenn es irgendwo in der Nähe wieder so ein Arschloch geben könnte? Der hat wegen Kohle getötet. Er wollte sich über den Tod anderer ein fettes Leben machen. Und die Waffen, die seine Bande gehandelt hat, morden in ganz Europa", sie lachte heiser auf. „So müsste ich zumindest denken und kann es nicht. Ich muss es aber irgendwie lernen. Weil die Scheiße jetzt mein Job ist, der von irgendjemand gemacht werden muss." Sascha schwieg. Er sah sie einfach nur an und schien wahrscheinlich zu glauben, nicht richtig gehört zu haben. Maya lehnte sich zurück und dachte an ihre Freundin. Hevi bestrafte sich selbst, sie aber saß nur hier und badete sich im Selbstmitleid. „Wenn du so darunter leidest, ist das der falsche Job", erklärte ihr Sascha. Manfred sah seinen Freund entgeistert an. „Wie sollte sie nicht unter so etwas leiden? Sie ist doch keine Maschine. Hast du ihr zugehört? Sie hat Menschen gerettet. Das wird sie auch künftig tun. Ich bin stolz auf sie." „Auch auf die Gefahr hin, dass sie daran kaputt geht?", fragte Sascha. Manfred schüttelte sein massiges Haupt. „Sie sieht nicht aus wie jemand, der kaputt ist, und sie klingt auch nicht so. Sie hat doch die richtige Sicht auf diese Scheiße gefunden, sie muss das nur noch für sich verinnerlichen. Was glaubst du, passiert mit anderen Polizisten? Welche, die viele Jahre den Job machen und in solch eine Lage ...
... kommen? Die rennen genauso zum Psychologen und müssen die Sache verarbeiten." Sascha schien es trotzdem mit dieser Nachricht nicht gut zu gehen. „Ich mache mir nur Sorgen um meine Freundin. Ich habe die ganze Zeit gespürt, dass etwas passiert sein muss. In meiner Naivität hatte ich geglaubt, dass es die stressige Woche gewesen ist. Gesagt hat sie mir nämlich nichts davon, etwas, was sich richtig scheiße für mich anfühlt." Maya sah zu ihm hinüber und nickte. „Du hast recht. War assi. Ich wollte nur erst einmal selbst damit klarkommen, bevor ich andere damit auf den Wecker gehe. Verstehst du?" Sascha winkte ab, schob den Stuhl zurück und schaltete den Wasserkocher ein. „Nein, tue ich nicht. Wir sind nämlich ein Paar und ich nicht irgendwer." Sie stand auf, ging um den Tisch herum und stellte sich an seine Seite. Er war verletzt und wenn sie darüber nachdachte, wäre sie es an seiner Stelle auch gewesen. „Es tut mir leid. Ich wollte nicht, dass du wegen mir schlecht drauf bist." Was war das für ein Tag. Sie hatten es nicht mehr in der Wohnung ausgehalten und waren nach draußen gegangen. Spazieren? Dieses Wort kam ihnen wie Hohn vor. Erholsames Wochenende? Es war zu einer brutalen Last geworden. Maya hatte auf dem Weg Rosa angerufen und gefragt, ob sie mit Wilma zurechtkam. Auch Thomas und Marlene waren bei der Mutter, um mit dem Hund zu helfen. Letztere sogar trotz ihrer Phobie. Freunde! Wie gut es tat, welche zu haben. Auf Rosas Frage, wie es Hevi ging, wusste ...