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Die Abenteuer der Maya Klein 05
Datum: 22.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... sie nichts zu antworten. Es war ja wirklich so. Weder Rebar noch Zilal hatten angerufen und auch Baz, mit dem sie sich immer verstanden hatte, hielt Funkstille. Irgendwann hatte Sascha nach ihrer Hand gegriffen, um ihr das Gefühl zu geben, dass wieder alles gut ist. Ein wichtiges Zeichen für sie. Er schien verstanden zu haben, dass es der falsche Zeitpunkt war, ihr auch noch seine Enttäuschung aufzuladen. Sie liefen die nächsten drei Stunden durch die Straßen von Dortmund-Sölde. Jeder für sich hing seinen Gedanken nach, begleitet von der Hoffnung, dass sich Hevi oder ihre Familie melden würden. Maya hatte einmal versucht, anzurufen, doch war sie sofort weggedrückt worden. Diese Art von Ablehnung versetzte sie in einen für sie unbekannten Stress. Ihr ganzer Körper reagierte auf diese Abfuhr. Ihr wurde schlecht und das Herz raste wie verrückt. Auch Manfred hatte es immer wieder probiert und mehrere Male hatten sie überlegt, ob sie nicht einfach doch vorbeifahren sollten. Vielleicht war es besser, auf den morgigen Tag zu warten? Sie hatten diskutiert und die Jungs hatten sich ihr gegenüber schließlich durchgesetzt. Sie wollte die Sache klären, doch hätte das Hevi nur noch mehr unter Stress gesetzt. So aßen sie noch etwas beim türkisch-italienischen Imbiss, in dem sich die drei Italiener Sorgen um ihre Stimmung machten und sich vergebens darum bemühten, diese aufzuhellen. Die Sorge um die Freundin ließ die Drei nicht los. Besuch Wilma sah ihr wehmütig hinterher, ...
... als sie am Vormittag das Elternhaus von Sascha verließ. Schon wegen des Hundes blieb ihr nichts anderes übrig, als nach Köln zurückzukehren, aber natürlich auch wegen der Kolleginnen und Kollegen, die sich um sie Sorgen gemacht hatten. Sascha wollte zu Freunden gehen und stand auf Abruf. Je nachdem, wie sich der Besuch entwickelte, würde er dann entweder nachkommen oder sie zumindest abholen. Manfred und sie hatten ihn darum gebeten, nicht mitzukommen, die Gefahr war einfach zu groß, dass dann Hevi noch mehr blockierte und sich bloßgestellt vorkam. Eine Nachbarin winkte ihr zu und grüßte. Ein kurzes Hallo, dann war sie schon vorbei und eilte auf die nächste U-Bahnhaltestelle zu. Es war ein Stück, aber sie würde dennoch die nächste Bahn schaffen. Wie schnell man sich an etwas gewöhnen konnte. Sie spürte die Pistole mitsamt dem Holster gar nicht mehr. Würde sie das Ding jemals außerhalb ihres direkten Dienstes brauchen? Oder ihren Overall, den sie tragen sollte? Noa kam ihr in den Sinn. Seitdem die Freundin zurück nach Israel geflogen war, hatten sie nur ein paar Mal geschrieben. Wie wichtig diese Frau in ihrem Leben gewesen war, wie viel sie ihr zu verdanken hatte und in den letzten Tagen und Wochen hatte sie kaum an sie gedacht. Aus den Augen aus dem Sinn. An diesem Sprichwort war mehr dran, als man glaubte. Sie nahm die Treppe nach unten, überholte ein Pärchen, wich einer vierköpfigen Familie aus, ignorierte das „Maya", welches ihr hinterhergerufen wurde, und sah ...