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Die Abenteuer der Maya Klein 05
Datum: 22.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... die U-Bahn einfahren. Auf die Sekunde pünktlich, super. So würde Manfred nicht auf sie warten müssen. Wie ging es dem Freund? Heute früh waren Can und Jeane bei ihm gewesen und hatten Frühstück gebracht. Sie wären auch gerne mit ins Krankenhaus gekommen, doch hatten sie eingesehen, dass für Hevi im Moment die Welt Kopf stand und die Abfuhr dann noch wahrscheinlicher wurde, als ohnehin schon. In ihrer Logik hatte sie das Kind umgebracht, was für eine entsetzliche Vorstellung. Die U-Bahn war ziemlich voll. War irgendetwas los in der Stadt? Egal, selbst wenn, es war nicht wichtig. Zwei junge Männer sahen zu ihr hinüber. Ein kurzes Zunicken, dann widmete sie sich schon wieder ihrem Handy. Hauptsache sie wurde jetzt nicht... „Maya, oder?" Die große Frau sah auf einen schlanken hochgewachsenen Mann hinunter. Seine hellgrauen Augen wirkten besonders, genauso wie sein markantes Gesicht. Er war attraktiv, wie sie sich eingestand. Breite Schultern und eine kräftige Brust, wirkte er sehr sportlich. „Sei nicht böse, okay? Aber eine Freundin von mir liegt im Krankenhaus. Mir ist gerade nicht so nach einem Gespräch." Sie rang sich ein Lächeln ab. „Hey, das tut mir leid. Schade, ich hätte gerne ein paar Worte mit dir gewechselt. Bist ja eine richtige Berühmtheit geworden. Vielleicht sieht man sich ja mal ein anderes Mal." Maya lächelte, nickte erneut, dann widmete sie sich wieder ihrem Handy. Die junge von Krolm hatte geschrieben. „Wie gehts?", fragte sie ziemlich ...
... neutral. „Auf Kosten einer Freundin besser, sie hat ihr ungeborenes Kind verloren. Ich fahre jetzt zu ihr ins Krankenhaus." „Scheiße!", kam zurück. Das war es. Sie lächelte. Die Frau, welche sie die ganze Zeit über gehatet hatte, zeigte so etwas wie Mitgefühl. Krass eigentlich. Manchmal wurde sie aus den Menschen einfach nicht schlau. Einen kurzen Blick in die Richtung des Mannes, welcher sie angesprochen hatte, er sah aus dem Fenster. Sprach für ihn, dass er sie nicht weiter angeschmachtet hatte. Eine Jugendliche stand hinter ihm und griff in diesem Moment in seine Jacke hinein! Untersetzt, fettige Haare und penetrant geschminkt, erinnerte sie fern an eine bekannte Komikerin. Was für eine Scheiße! In diesem Moment hatte die Alte nach seiner Geldbörse gefischt. Ein Schritt in die Richtung der Diebin, ihre Rechte schnellte vor und packte ihr linkes Handgelenk. „Au!", stöhnte das behäbige Mädchen, als Maya mit ihrer Linken nachfasste, sie zu sich heran riss und in die Festhalte nahm. Mit einem Klatschen fiel die lederne Börse zu Boden. Der Mann hatte jetzt erst begriffen, wie ihm geschah, hob sein Portemonnaie auf und wurde jetzt wütend. Auch ein älterer Herr schimpfte los und eine junge Frau meinte, dass diese asoziale Fo..e in den Knast gehörte. „Jetzt bleiben Sie ruhig! Beleidigungen bringen jetzt niemanden etwas!", versuchte Maya die Stimmung wieder zu beruhigen. „Genau! Ich zeige euch an, ihr Pisser!", schimpfte die voluminöse Jugendliche jetzt. „Und ...