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Die Abenteuer der Maya Klein 05
Datum: 22.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... flüchtig, nickte, dann war er schon wieder bei Hevi. Er schien aufgeregt, was sie gut verstehen konnte. Ihr selbst ging es nicht anders in diesem Moment. „Sie ist auf Normalstation. Wir können sie also besuchen. Die Zimmernummer habe ich schon. Ich hoffe nur, dass sie mit sich reden lässt." Er schien nervös, sah flüchtig zu ihr auf, umarmte sie noch einmal länger, dann wollte er gehen. Seine Rechte deutete auf die Fahrstühle, er meinte, dass er sich den Weg hatte beschreiben lassen. Maya ging ihm nach, bückte sich in die Kabine hinein, sich mit der Schulter gegen eine Seitenwand lehnend. Sie war für den Fahrstuhl fast zwanzig Zentimeter zu lang. Die Tür öffnete sich und eine ältere Frau schrak zurück, als Maya aussteigen wollte. Die Arme wäre beinahe gestürzt, wenn ihr Begleiter sie nicht gestützt hätte. „Entschuldigen Sie bitte, ich wollte Sie nicht erschrecken", entschuldigte sich Maya, während Manfred sich kurz umsah und die Wegbeschreibung las, welche von der Decke hing. „Wir müssen links entlang. Am Ende des Ganges müsste dann die Station sein", meinte er und ging voraus. Maya folgte ihm, während ihr Magen anfing, Kapriolen zu schlagen. Sie hatte so gar keine Vorstellung, was sie gleich erwarten würde. „Wo sind Rebar und Zelal? Auch ihre Geschwister höre ich nicht", wunderte sich Maya, noch ehe sie die Tür zum Krankenzimmer erreicht hatten. „Sie wird es ihnen gesagt haben. Eine andere Erklärung finde ich nicht auf die Schnelle!" „Und dann lassen ...
... sie Hevi allein?", Enttäuschung und Wut klangen in ihren Worten mit. Manfred war sich dessen nicht sicher. Er zog den Reißverschluss seines Parkas auf, atmete noch einmal durch, dann öffnete er die Tür des Krankenzimmers. Es war wahrscheinlich, dass Hevi nicht allein auf dem Zimmer lag. „Was wollt ihr!", hörten sie sogleich die wütende Stimme der Freundin. „Ich habe doch gesagt, dass ich niemanden sehen möchte." Maya ignorierte das Schimpfen, nickte einer älteren Frau zu, dann trat sie an das Krankenbett der Freundin. Sie hatte noch nie zuvor Hevi in solch einem Zustand gesehen. Die Haare ungeordnet und zerzaust, wirkte ihr Gesicht müde und die Züge darin hart und feindlich. „Du lässt dich jetzt von mir drücken, einfach weil wir seit vielen Jahren Freundinnen sind und wir uns nichts getan haben", machte sie Hevi eine Ansage, beugte sich über sie und drückte sie kurz, bevor sie sich wieder aufrichtete. Hevi ließ die Nähe über sich ergehen, doch schien ihre Stimmung sich nicht gewandelt zu haben. „Jetzt komm du auch noch, einfach damit ich es hinter mir habe", meinte sie zu Manfred. „Es tut mir leid!", stotterte er, während er nach ihrer Hand griff. „Mir auch", antwortete Hevi. „Ich habe uns allen was vorgemacht. Mit solch einer Lüge bleibt das Unglück nicht fern. Ich war so dumm." Ihr Blick wechselte auf Maya, welche auf die andere Seite des Bettes gewechselt hatte, um Manfred Platz zu machen. „Sagt das, was ihr zu sagen habt und geht dann bitte wieder! Ich ...