1. Die Abenteuer der Maya Klein 05


    Datum: 22.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... behandelt. Hevi bestrafte nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebten, gleich mit.
    
    Wilma saß im Kofferraum und freute sich, dass sie wieder unterwegs waren. Vielleicht ahnte die Hündin sogar, dass es wieder nach Hause gehen sollte. Sie hatte bei Rosa, Thomas und Marlene eine gute Zeit gehabt und war mit den dreien lange unterwegs gewesen. Dabei hatte auch Marlene ihre Angst vor Wilma verloren und sie sogar immer wieder gestreichelt.
    
    „Was ist los?", fragte sie Sascha, der schon den ganzen Tag über abwesend war. Irgendetwas schien ihm Sorgen zu machen.
    
    „Erzählst du es mir das nächste Mal bitte als Erstes? Ich finde es Scheiße, wenn du so etwas Wichtiges anderen erzählst, bevor ich davon etwas mitbekomme."
    
    „Darum geht es dir? Wie kommst du jetzt darauf? Ich habe gar nicht mehr daran denken müssen." Sie blickte entgeistert zum Rückspiegel, in welchem sie die Augenpartie ihres Freundes sah.
    
    „Versteh mich nicht falsch, Maus. Bitte! Aber du würdest dir auch von mir wünschen, dass ich dir so etwas erzähle, oder? Und du es nicht über Umwege erfahren musst."
    
    Maya fühlte Wut in sich. Es war doch zuletzt um Hevi gegangen, oder nicht? Wieso lenkte er jetzt das Gespräch darauf? Damit ihr das noch zusätzlich das Hirn zerfickt? „Kannst du nicht verstehen, dass ich nicht will, dass du mich als Menschen siehst, der einen anderen getötet hat? Hast du ‚ne Vorstellung davon, was das mit einem macht? Wenn ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll, wie kann ich ...
    ... es dann von dir oder jemand anderem erwarten? Außerdem habe ich es euch erzählt oder nicht?"
    
    „Und was ist mit Serkan? Er wusste es schon. Sonst hätte er Can am Freitag wohl kaum so zusammengeschissen."
    
    „Ich hätte es ihm nicht erzählt, wenn er es nicht erraten hätte. Die Gollwig hat mich angerufen und wollte unbedingt, dass ich zu einem Psychologen ins Präsidium gehe, wenn ich nicht zurechtkomme. Da hat er eins und eins zusammengezählt."
    
    Sascha blies seine Backen auf. „Also wolltest du das allein durchstehen. Mensch Maus! Das kann es doch auch nicht sein. Vielleicht war das doch eine dumme Idee."
    
    „Wie kann es eine dumme Idee sein, anderen Menschen das Leben zu retten und zu beschützen? Das ist jetzt mein Beruf, Sascha. Versteh das doch bitte! Ich muss damit lernen klarzukommen, und das gelingt mir noch nicht nach knapp zwei Monaten."
    
    „Ganz ehrlich? Ich hoffe, du überhebst dich da nicht. Der ganze Stress, jetzt auch noch mit Hevi..."
    
    „Du, ich habe die Henschels zum Reden. Und die Polizei wird jetzt auch ruhiger machen. Nur Hevi..."
    
    „Da kannst du nur abwarten, Schatz. Sie scheint die Zeit zu brauchen, und vielleicht ist es wirklich das Beste, ihr die zu geben."
    
    „Du bleibst heute nicht, oder?", fragte Maya.
    
    Sascha schüttelte seinen Kopf. „Hab morgen Kurs und muss auch noch arbeiten. Wird nicht gehen. Ich will auch nach Manne schauen. Can fliegt mit Jeane nach London."
    
    „Und in der Woche?", fragte Maya weiter. Sie fühlte eine Spannung zwischen ihnen, ...
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