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Die Abenteuer der Maya Klein 05
Datum: 22.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... hat dann während des Unterrichts zu bluten begonnen!" „In welches Krankenhaus?", fragte Maya. „Johannes, glaub ich, gehört zu haben", meinte Malte mit gebrochener Stimme. „Wenn du jetzt hin willst, dann komme ich mit. Scheiß auf die letzten Stunden." Sie sah ihn schweigend an, dann nickte sie. Tränen liefen über ihre Wangen. Malte wollte nicht einmal seine Sachen holen. Irgendjemand aus der Klasse würde sich schon kümmern. Maya griff nach ihrem Handy und wählte die Nummer des Freundes, welchen sie gerade angerufen hatte. Würde er rangehen? Es klingelte zweimal, da hatte er sich schon gemeldet. „Ja, Türmchen?" „Hevi ist ins Johannes-Hospital gebracht worden. Malte meinte, sie hätte aus ihrem Schritt geblutet." Statt einer Antwort hörte sie nur noch das Freizeichen. Sollte sie noch einmal anrufen? Nein! Manne würde alles daransetzen, um so schnell wie möglich ins Krankenhaus zu kommen. „Ihre Eltern wissen schon Bescheid. Die Schule hat sie verständigt." Maya passte sich Maltes schnellem Gang an, empfand ihn jetzt aber als Hemmnis. Ohne ihn wäre sie jetzt losgelaufen. „Sie wird jetzt behandelt werden. Gib der Sache ein wenig Zeit! Erst einmal müssen die Ärzte ran", meinte der Freund. Malte hatte recht. Dennoch wollte sie so schnell wie möglich zu der Freundin. Sie waren im Grunde Schwestern. Ihr Schmerz wurde nun zu ihrem eigenen. Frau Winzig hatte sich so sehr darauf gefreut. Würde sie es verlieren? Es war nicht einmal zwanzig Minuten her, dass ...
... sie aus der Station getreten war, und jetzt fuhr sie wieder zurück. Der Zug kam in drei Minuten. Ein Glück! Solange sie sich bewegten, kam sie mit der Situation klar. Malte an ihrer Seite war genauso gedankenverloren wie sie selbst. Mayas Handy vibrierte. Es war eine Nachricht von Sascha. „Bin unterwegs!" Auch er würde also kommen. Sie schloss die Augen. Sie hatte sich doch so sehr Erholung gewünscht. Sie ärgerte sich über diesen egoistischen Gedanken. „Entschuldigen Sie! Wir wollten uns erkundigen, wo Hevi Ahmedi hingebracht worden ist", fragte Malte am Empfang. Eine ältere Dame musterte sie kurz, dann fragte sie nach. „Sind sie Familienangehörige?" Malte verneinte. „Wir sind sehr gute Freunde." „Dann darf ich Ihnen leider nur sagen, dass sie noch in Behandlung ist. Sie können aber in der Cafeteria warten. Wenn jemand kommt, kann ich ihm gerne ausrichten, dass Sie bereits warten." Malte sah zu Maya auf, die ihm zunickte. „Vielen Dank. Dann machen wir das so." Die Dame sah noch einmal zu Maya auf, nickte ihr zu, dann ging ein Telefonat ein. „Johanneshospital, Sie sprechen mit..." Malte ging voraus, suchte für sie einen Platz an einem Fenster aus und deutete auf die Zugänge. Von hier aus konnte man sehen, wenn jemand aus Hevis Familie eintraf. Malte holte ihnen Milchkaffee, schrieb auf seinem Handy, während Maya einfach nur dasaß und aus dem Fenster sah. Tränen liefen ihr über die Wangen, während in ihren Gedanken einzig die Freundin zählte. Wie lange ...