1. Der Student


    Datum: 23.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... Telefonnummer genannt hatte.
    
    Es war sogar dumm, denn er kannte ja ihre Adresse. Wenn sie keinen Kontakt wünschte, dann musste sie ihm das schon sagen, oder Hals über Kopf ihre Zelte hier abbrechen.
    
    Christian Lorkel war wohlhabend und ein einigermaßen erfolgreicher Student, fand er, ansonsten gab er den Trottel. Warum quälte er sich denn mit Gedanken an Treulosigkeit, falschem Spiel und derlei Unsinn? Seine Welt war prall und lustvoll und sehr rund geworden seit dem Wochenende. Es mochte ja durchaus angehen, dass er die erregenden und liebevollen Bilder einfach nicht aus dem Kopf bekam. Damit sollte er es aber doch genug sein lassen! Es gab am Ende des Tages nun mal keine Zusagen, keinen gegenseitigen `Freundschaftspakt´.
    
    Miteinander gehen, so hieß das wohl -- es wäre zweifelsfrei sein Wunsch, er würde dafür einen eigenen Blog schreiben, Jubelsprünge und alberne Selfies machen, er würde die Frau seines Herzens auch seiner hochnäsigen Familie vorstellen. Aber dafür müssten sie reden, Charly und er. Zusammen ins Bett zu gehen war doch nur das Eine, schön und gut und geil war es, aber noch lange kein Vertrag.
    
    Im Moment gab es allerdings noch anderes als lauschige Zweisamkeit. Vor allem gab es diese Exkursion am Wochenende, mit seinem Professor, den er vorsorglich schon jetzt für die Betreuung der Examensarbeit ins Auge gefasst hatte. Er war nun im zweiten Semester erst, aber was schadete eine vorausschauende Planung? Das ganze Proseminar würde bei der Exkursion ...
    ... dabei sein, also sollte er sich weiter vorbereiten. Christian machte sich auf zur Uni-Bibliothek, mit dem Fahrrad; die frische Luft würde ihm guttun.
    
    Was dachte Charly von ihm?
    
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    Zwei Tage später fasste Christian den Entschluss, zum Studentenwohnheim zu fahren. Es gab die Möglichkeit, war ihm eingefallen, dass er sich vertan hatte. Dass er ihr die eigene Telefonnummer falsch aufgeschrieben hatte und Fräulein Brown oder Braun nun ärgerlich war, dass er nicht anrief um den Fehler auszuräumen. Und natürlich um sich wieder zu treffen!
    
    Vielleicht war er allerdings zu aufdringlich, das war die andere Seite der Medaille. Es gab den Kompromiss, dass er sich neue Visitenkarten ausdruckte, auf Spezialpapier, und auf der Rückseite des Kärtchens für Charly schrieb er per Hand ein lässiges „Ruf mich bitte an, Christian". Das Ganze konnte er dann unter ihrer Tür durchschieben und rasch verschwinden; alles Andere blieb dann ganz der Dame überlassen.
    
    Danach nahm er sich zuhause seine Bücher vor. Seine Konzentration blieb allerdings schlecht, wie in den letzten Tagen auch. Die Gedanken glitten von geologischen Formationen ständig ab, hin zu weiblicher Haut, zu Orgasmen und Körperöffnungen, und immer wieder zu einem besonderen Lächeln.
    
    Am Wochenende würde er sich blamieren, unvorbereitet und ständig abgelenkt wie er war. Aber Exkursionen waren nicht wichtig, die Universität war nicht wichtig. Relevanz hatte sein Handy, die Liste mit den Whatsapp-Nachrichten und neue ...
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