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Der Student
Datum: 23.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... Schalkhaftigkeit. Oh ja, Charly war nicht naiv, sie spielte das nur, und sie hatte einen gesunden Sinn für Selbstironie. Vielleiht ironisierte sie auch eher ihn, fand ihn lustig, ein bisschen seltsam und weltfremd. Er hatte sie da vielleicht falsch verstanden, gar nicht verstanden. Er verstand ja auch jetzt nicht, dass sie nicht anrief, sie musste seine Karte doch gelesen haben. ^^^ Am Samstag zerriss Charly eine Visitenkarte, die sie auf ihren Schreibtisch gefeuert hatte, und sie wartete auf den Dozenten. Doktor Penner würde vorbeischauen, `auf einen Kaffee´ vielleicht, so hatte er das genannt. Im Grunde hing der Besuch davon ab, ob seine Frau zu ihrer Mutter fuhr und den gemeinsamen Sohn mitnahm. Charly hatte den Sechsjährigen gesehen und fand ihn süß; wenn er heute nicht störte, war dies umso besser. Sein Vater würde das Wohnheim finden, er führte öfter Hausbesuche aus, immer bei Studentinnen. Dafür half er gern, bei Klausurvorbereitungen, dem Organisieren von Examensarbeiten und anderen Prüfungsvorbereitungen, oder er stellte Kontakte zu Lehrstühlen an der Universität her, die zu Beschäftigungsverhältnissen führten. Doktor Penner war bei vielen Dingen behilflich, und es hatte Bedeutung, wenn man ihn kannte. Dafür würde sie ihm Kaffee servieren, und sie selbst wäre die zuckersüße Beigabe, ein leckerer Nachtisch. Sie hatte Kondome in der Schublade, konnte einen Mann bei Bedarf auch fesseln, ganz buchstäblich. Ältere Männer standen schon mal darauf, wenn sie ...
... ihnen mit einer Reitgerte die Backen versohlte. Im äußersten Fall würde sie Swetlana von nebenan herbei holen, das hatte sie einmal schon getan, und dann sprang dabei für zwei Studentinnen die eine oder andere Studienerleichterung heraus. Ob Doktor Penner für einen Dreier zu haben war, wusste Charly nicht, aber sie würde es herausfinden. Swetlana wusste jedenfalls Bescheid. ^^^ Als Christian von der Exkursion zurückkehrte, war er ruhiger. Die Gruppe hatte viel gelernt, das galt auch für ihn selbst. Als man zum ersten Mal übernachtete, in einem Naturfreunde-Haus, hatte er sich an in der Kellerbar dort nur betrinken wollen. Dann war Larissa zu ihm gekommen, hatte ihm von den harten Sachen abgeraten und ihm Sekt angeboten, das hatte er ihr zuliebe akzeptiert. Er war gut erzogen und wollte niemand vor den Kopf stoßen, erst recht keine junge Frau, die freundlich zu ihm war. In der Nacht dann war Larissa dann zu ihm ins Zimmer geschlüpft. Seitdem ging es aufwärts mit ihm, mit seinem Gemüt und seiner Konzentration. Aber die streichelnden Hände der Kommilitonin reichten nicht aus, um Charly Brown aus seinen Gedanken zu filtern. Trotzdem würde er Larissa am Abend in der Studentenkneipe treffen, die sie ihm genannt hatte, und er freute sich darauf. Aber die Zeit bis dahin war noch lang. Er musste Schlaf nachholen, seine Wohnung gründlich auslüften und -- nachdenken. Anrufbeantworter, Mailbox, Postkasten: überall herrschte die schreckliche Kommunikations-Einöde. Die Wüste. Er ...