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Meine Hütte im Hinterhof
Datum: 24.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
Meine Hütte im Hinterhof oder: Fliegende Wechsel ----- Es ist dies eine altmodische Geschichte aus alter Zeit. Sie kommt nicht so schnell zur Sache wie es hier üblich ist, dafür ist sie teilweise wahr. Man braucht ein bisschen Geduld. Episoden aus dem Leben sind nicht ständig samengetränkt. Wen so etwas nicht interessiert, möge das Elaborat einfach wegklicken. Kein Ding. Ich verrate es auch keinem. Den geneigten Lesern und allen Münsteranern, auch ehemaligen, wünsche ich ein Glas Wein, Ausdauer und Vergnügen. ------- „Du willst hier wohnen bleiben? Das geht nicht!" Es klang nicht nur so, ich war tatsächlich ein wenig in Panik. Damals, in den Achtzigern. Ich hatte immer allein gelebt. Allein in meinen vier Wänden, allein auch in dem kleinen Häuschen im Hinterhof. Hier, citynah, war inzwischen mein Domizil, mit den sechzig Quadratmetern, die dieses Unikum insgesamt aufzubieten hatte. „Warum nicht? Es ist doch Platz hier. Du hast doch am Freitag selbst gesagt, du könntest auch in deinem Schlafzimmer arbeiten! Dann kann ich doch... dieses hier kriegen!" Steffi deutete ins Zimmer, wo sie dieses Wochenende geschlafen hatte - mein Arbeitszimmer. Die forsche Frau war von ihrem Freund und Lover hinaus geworfen worden, weil sie auf der Party mit mir geschmust hatte. Also: ich hatte ihre Zunge im Mund gehabt. Ich gebe es zu. Das ganze Gefeuchte war schon sehr aufregend gewesen: ich hatte noch nie jemandem einen Zungenkuss gegeben. Aber Bernds ...
... Reaktion war trotzdem leicht übertrieben ausgefallen. Immerhin waren die beiden als Paar von Trier hierher gekommen, um gemeinsam zu studieren. Sie waren schon in der Oberstufe und volle zwei Jahre miteinander gegangen, und dann machte er hier in Münster so eine Sache aus dem Fremdknutschen seiner Freundin! Vielleicht spielte es eine Rolle, dass ich Bernd noch besser als Steffi kannte, seit wir eine Band gegründet hatten. „Bitte!" schob Steffi hinterher und meinte das mit dem Zimmer ernst. Ich war sprachlos, hatte nach Argumenten gesucht. My home is my castle schien nicht zu genügen. „Es geht wirklich nicht", stotterte ich. „Die Germanistikprüfung... Zwei Seminararbeiten vorher... Ruhe... Ich brauche Ruhe, wirklich!" „Bitte, Jakob! Ich hab doch nichts anderes." Sie drängte sich an mich heran. Klassisch. Ganz klassisch! Augenaufschlag, Nesteln an meinem Hemd, eine Hand an meiner schwach behaarten Brust. An meiner Brust? Was machte sie da? „Für die nächste Zeit wenigstens, komm schon! Ich zahl die Hälfte der Miete. Du zahlst doch Miete hier, oder?" „Ja, natürlich." Wenn es wahr würde, konnte ich hier, nah an der Uni und trotzdem völlig ruhig, weil Hinterhoflage, für ganze zweihundert D-Mark wohnen. So hieß damals unsere Währung. Zweihundert Piepen in Münster! Wenn das rauskam, würde jemand mich ermorden, aus purem Neid. „Und wir machen eine Haushaltskasse auf! Jeder die Hälfte. Und..." Steffi überlegte, das sah süß aus. „Kein Putzplan! Denn ich ...