1. Meine Hütte im Hinterhof


    Datum: 24.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... natürlich auch. Das hier aber wirkte noch selbstloser, als ich es von der Ostfriesin gewohnt war. Zu keiner Zeit aber hatte einer von uns etwas von Liebe gestammelt, auch zu Anfang nicht. Wir hatten in einer Grauzone gelebt, ohne die Themen Familie und Lebensplanung.
    
    Änderte sich das nun? Die Ostfriesin wusch meine Füße mit ihren Händen, trocknete sie ab und rückte dann einen Stuhl für sich heran, um nacheinander sich einen Fuß in den Schoß zu legen und ihn ausgiebig zu massieren. Das geschah in einer überaus intimen Atmosphäre, wie mir schien.
    
    Und die Massage schien mich zu verpflichten, oder etwas zu beschleunigen, was mir gegen den Strich ging. Die ganze Situation stieß mir auf, so sehr ich das körperliche Wohlbehagen auch zuließ. Vor Freunden hatte ich stets abgestritten, mit ihr zusammen zu sein oder überhaupt eine Freundin zu haben. Und Christa selbst hatte das umgekehrt auch getan, vor Jessy, als sie eine klare Trennung von Sex und Beziehung befürwortet hatte.
    
    Ich war zu unvorsichtig, zu leichtsinnig gewesen, fiel mir auf. Ich hatte mich umgarnen und fangen lassen. Auf der anderen Seite lag es nahe, dass ich ihre Freundlichkeit und ihre Sehnsüchte ausbeutete. Das war nicht in Ordnung. Ich nahm meinen Fuß von ihrem Schoß und setzte mich aufrecht.
    
    „Danke sehr Christa! Das hat gutgetan, sehr sogar."
    
    „Gern geschehen, mein Lieber! Wir können das jederzeit wiederholen, wenn du willst."
    
    Sie bückte sich und wollte die Schüssel wegtragen, aber das ließ ich ...
    ... nicht zu.
    
    „Das mach ich schon, danke."
    
    Sie wirkte überrascht, und es war beschämend, dass ich ihr recht geben musste: ich hatte mich doch stets von ihr bedienen lassen, in dem Glauben, dass die Ostfriesin sozusagen Spaß daran hatte.
    
    „Das brauchst du doch nicht, Jakob", stammelte sie mit sanftem Widerstand, der mich nicht beirren konnte.
    
    „Weiß ich. Aber es einfach meine Aufgabe, findest du nicht auch?"
    
    Ich leerte die Schüssel im Klo aus und machte sie dann sauber, ehe sie im Schrank verschwand.
    
    „Ach übrigens: für den Sommer plane ich etwas anderes, hörst du? Nimm es mir nicht übel. Aber wir sind doch hier schon genug zusammen, das ist schon unnatürlich, eigentlich. Ich meine, wir sind kein Paar, Christa! Wir mögen uns, kommen gut klar, aber du liebst mich nicht und -- umgekehrt ist es auch so!"
    
    Es war heraus, so deutlich wie es nur ging. Ich sah, wie die Ostfriesin zusammen zuckte, wie ihre Gesichtsfarbe wechselte. Sie kämpfte darum, die Fassung zu bewahren, da war ich mir sicher.
    
    „Warum... warum sagst du das? Ich meine, warum sagst du das jetzt? Hab ich was falsch gemacht?"
    
    Mir schnürte sich in diesem Moment die Kehle zu. Meine Befürchtungen, dass Christa um mich warb, dass sie das Verhältnis zwischen uns verändern, eigentlich: normalisieren wollte, bewahrheiteten sich, mehr als mir lieb war. Und sie machte sich klein, dachte ich. Ich wollte ihr gar nicht wehtun, ich wollte nur eine gesunde Distanz wieder herstellen. Wann hatte sie eigentlich zuletzt ...
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