1. Sabines Geschichte - Teil 24


    Datum: 03.07.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... war die einzige Möglichkeit, wie sie halbwegs sauber aus der Angelegenheit wieder rauskommen würde. Sie tröstete sich mit dem Gewissheit, dass selbst wenn sie nach Hilfe gefragt hätte, der Schlüsseldienst, oder wer auch immer dafür geeignet wäre, ihr das Auto zu öffnen, würde auch nicht umsonst arbeiten. ‘Auch nicht, wenn seine Kundin nackt neben ihm stehen würde.’, dessen war sie sich sicher. So würde sie zumindest an ihre Sachen im Kofferraum rankommen können, danach müsste sie dann schauen, wie sie ohne Schlüssel nach Hause kommen würde. Aber jetzt war es erst einmal an der Zeit, den ersten Schritt zu machen. Langsam, mit dem Blumentopf in ihren Händen, ging Sabine zu ihrem Auto. Für sie fühlte es sich an, als ob sie zu einer Art Hinrichtung gehen würde, hatte sie doch vor, etwas zumindest zu beschädigen, das sie doch so sehr mochte. Mit jedem Schritt, den sie über das Gras näher heran ging, fühlte sich das Gewicht in ihren Händen schwerer an. Gerne hätte sie alles wieder hingelegt, doch es blieb ihr keine andere Wahl. Knapp einen Meter vor der Beifahrertür blieb sie stehen und nahm Maß. Sie nahm an, dass die Entfernung ausreichen müsste, um sie vor eventuell herumfliegenden Scherben zu schützen und dass sie trotzdem in der Lage wäre, ihr Ziel vernünftig zu treffen. Es wäre ...
    ... mehr als peinlich, wenn sie die Scheibe verfehlen und sich stattdessen eine Beule ins Blech hauen würde. Sie ging noch einen Schritt näher heran, nur um auf Nummer sicher zu gehen, auch wirklich zu treffen und quiekte plötzlich erschrocken auf. Bei ihrem letzten Schritt war sie auf einen Stein getreten, der sich schmerzhaft in ihre Fußsohle gebohrt hatte und vor Schreck hatte sie fast den Blumentopf fallen gelassen.
    
    “Muss den heute alles schiefgehen!”, jammerte Sabine und trat den Stein mit dem anderen Fuß zur Seite. Aus dem Augenwinkel sah sie ihm nach, wie er über den Rasen hüpfte und blinzelte verwundert. Es sah nicht wirklich nach einem Stein aus und hatte sich eigentlich auch nicht so unter ihrem Fuß angefühlt. Vorsichtig stellte sie den Topf auf den Rasen und ging zu der Stelle, wo sie den Stein, oder was auch immer, zuletzt gesehen hatte. Das Gras war hier etwas höher, daher ging Sabine auf alle Viere und strich mit den Händen durch die Halme. Sie krabbelte ein oder zwei Meter durch das Gras, bis sie das Objekt schließlich in den Händen hielt. Sie konnte es kaum glauben, zwischen ihren Finger lag ihr vermisster Schlüssel. Vor Freude lachend, ließ sie sich ins Gras fallen und drehte sich auf den Rücken, die Arme in den Himmel gestreckt, mit dem Schlüssel an ihrem Finger. 
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