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Neue Begegnung
Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... die Verena manchmal hasste und immer brauchte. Dann, als Verena verstummte: Caro: „Weißt du, was du tust, Verena? Du läufst durch eine Beziehung wie durch einen Prüfungskorridor. Du willst bestehen. Gefallen. Richtig sein. Aber du fragst nie: Fühlt sich das richtig fürmich an?" Verena: „Ich dachte, ich wär endlich angekommen. Dass ich das mit uns ernst nehme..." Caro: „Das tust du auch. Vielleicht zu ernst. Du gibst dich immer ganz - auch wenn du innerlich gerade zerfällst." Verena schaut weg. Der Kloß in ihrem Hals wird größer. Caro: „Und ja, er war ein Arsch. Nicht böswillig - aber unachtsam. Männer, die nie gelernt haben zu fragen, weil Frauen wie du ihnen nie widersprechen. Bis es zu spät ist." Verena: „Ich hab ihm ja gesagt, dass es zu viel war..." Caro: „Und das war gut. Aber sag's dir selbst auch. Es warzu viel. Für dich. Punkt. Kein Wenn. Kein Erklärungsversuch. Du bist nicht dafür da, ihm seine Unsicherheit wegzuvögeln." Verena lachte bitter auf. „Du bist so direkt." Caro: „Weil ich dich liebe. Und weil ich will, dass du das endlich auch tust. Nicht in Abhängigkeit, nicht durch Hingabe - sondern durch Klarheit." Stille. Dann: Verena: „Ich weiß nicht, ob ich zurück zu ihm will." Caro: „Dann finde zuerst raus, ob du überhaupt zu dir willst." Verena lehnte sich zurück, zieht die Decke über ihre Knie. Es war still. Aber in ihrem Innern begann etwas zu arbeiten. Langsam. Zäh. Schmerzhaft ehrlich. Und ...
... vielleicht - zum ersten Mal - heilend. Das Schweigen danach Zwei Tage vergingen. Verena arbeitete konzentriert, fast verbissen. Excel-Tabellen, Budgetanalysen, E-Mails - alles war leichter zu kontrollieren als die Stimme in ihrem Kopf. Die, die fragte:Willst du ihn zurück? Oder:Willst du dich schützen? Sebastian schrieb am zweiten Abend: Sebastian (21:12): „Ich hab lange überlegt, ob ich dir schreiben darf. Aber ich möchte dir sagen: Es tut mir leid. Wirklich leid. Ich habe dich überrannt. Ich war gedankenlos und respektlos. Und ich weiß, das ist das Letzte, was du brauchst." Verena las die Nachricht drei Mal. Antwortete nicht. Sie legte das Handy zur Seite, schlüpfte in ihre Laufschuhe und rannte durch die nächtliche Eifelluft, bis ihr Atem brannte. Am dritten Abend kam eine zweite Nachricht: Sebastian (19:47): „Du musst mir nicht verzeihen. Aber du sollst wissen, dass ich verstanden habe. Du bist kein Trostpflaster, kein Ventil. Du bist Verena. Und ich will das nicht zerstören." Verena starrte auf den Bildschirm. Und dachte: Warum reicht mir das nicht? Am nächsten Tag, Verenas Wohnung Sie machte sich einen Tee. Rooibos Vanille. Ihr „Ich muss nachdenken"-Tee. Caro hatte das einmal so genannt. Sie dachte an Sebastian. Wie er sie ansah, wenn er nicht beobachtet wird. Wie er lachte, wenn sie stottert. Wie zärtlich er sein konnte - und wie unachtsam. Wie oft sie sich selbst verloren hatte, weil sie unbedingt bleiben wollte. Und ...