1. Neue Begegnung


    Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... Rau.
    
    „Ich danke dir. Für alles."
    
    Sie standen zu nah beieinander. Ihre Körper wussten es längst. Aber keiner rührte sich.
    
    Dann - eine Umarmung. Langsam. Aufrichtig. Seine Hand strich kurz über ihren Rücken. Ihre Stirn berührte fast sein Kinn. Ihre Lippen waren nah. Und doch: kein Kuss.
    
    Nur der Moment.
    
    Dann lösten sie sich.
    
    „Fahr vorsichtig", sagte er.
    
    „Mach ich."
    
    Zuhause war es still. Verena zog sich aus. Zog ihren Hello-Kitty-Schlafanzug an - wie immer.
    
    Sie legte sich ins Bett. Ihre Hand glitt über die nackte Haut unter dem Stoff. Auf ihre nackte Scham. Suchten die Spalte. Sie spürte noch seinen Blick. Seinen Atem. Seine Nähe.
    
    Dann schloss sie die Augen. Und begann.
    
    Diesmal brauchte sie keine Fantasie.
    
    Nur Erinnerung. Mit einem sanften Orgasmus schlief sie ein.
    
    Die Tage danach
    
    Die Tage nach dem Treffen in Sebastians Büro waren eine Mischung aus Pflicht und Flucht. Verena funktionierte. Sie arbeitete konzentriert, erledigt alles wie gewohnt - sogar schneller. Niemand sollte merken, dass ihr Kopf woanders ist. Und doch: Er war es.
    
    Sebastian schrieb ihr. Erst sachlich. Dann weniger. Seine Mails wurden länger, charmanter, durchlässiger.
    
    „...wobei mir deine persönliche Einschätzung wichtiger wäre als jede Excel-Tabelle."
    
    „Du hast ein Talent dafür, trockene Themen spannend wirken zu lassen. Vielleicht liegt das an deiner Stimme - oder daran, dass du sie nicht nur beruflich einsetzen kannst."
    
    Verena antwortete knapp. Zunächst. ...
    ... Aber dann fand auch sie den Ton. Es begann ein Spiel mit Nuancen.
    
    Sie fragte: „Gibt es eigentlich einen Filter in Ihrem CRM für Flirts unter dem Radar?"
    
    Er: „Nur in der Enterprise-Version. Die nutze ich nur für ausgewählte Kontakte."
    
    Sie: „Ich hoffe, Sie pflegen Ihre Favoriten sorgfältig."
    
    Er: „Mit Hingabe."
    
    Das Spiel wurde heißer. Worte, die mehr bedeuten konnten, aber nicht mussten. Sätze mit Kanten. Mit Optionen.
    
    Dann geschah es: eine offizielle Mail, intern weitergeleitet, im CC: Herr Krüger.
    
    Sebastian schrieb - in bester Absicht - eine Rückfrage zum Angebot. Und schließt ab mit:
    
    „P.S.: Wenn wir mal gemeinsam‚ tiefer einsteigen wollen, bin ich bereit. Wie neulich - präzise, intensiv, ganz nach deinem Stil. Ich mag es, wenn du führst."
    
    Verena erstarrte. Las es zweimal. Dreimal. Dann schoss das Blut in ihren Kopf.
    
    Herr Krüger antwortete nicht per Mail.
    
    Er stand irgendwann vor ihrem Schreibtisch.
    
    „Frau K., hätten Sie kurz einen Moment?"
    
    Im Büro: seine neutrale Miene. Geschlossene Tür.
    
    „Ich habe eine Mail gelesen, die offenbar nicht für meine Augen bestimmt war."
    
    Verena errötete sofort. Ihre Lippen wurden trocken. Sie rang nach Worten.
    
    „Das war... äh... ein Missverständnis. Ich meine, er wollte wohl... nicht... also..."
    
    Krüger hob eine Hand. „Ich will keine Details. Das ist ihre Privatsache. Ich will nur eins: Dass Sie berufliches und privates sauber trennen. Wir können uns keine Peinlichkeiten leisten - gerade nicht mit diesem ...
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