1. Neue Begegnung


    Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... potenziellen Kunden."
    
    Sie nickte heftig. Fast zu heftig.
    
    „Es bleibt bei einer mündlichen Ermahnung", sagte er.
    
    „Ja, natürlich. Es wird nicht wieder vorkommen."
    
    „Gut."
    
    Sie verliess das Büro mit pochendem Herzen. Ihre Wangen brannten noch Stunden später.
    
    Am Abend schrieb sie Sebastian. Keine Mail. Eine Nachricht. Persönlich. Direkt.
    
    „Du Trottel (Smiley), Ich musste zum Chef deswegen. Aber ich will dich sehen."
    
    Kurze Pause. Dann tippte sie weiter:
    
    „Nicht hier. Nicht im Büro. Und nicht offiziell."
    
    Wieder Pause. Dann schickte sie es ab.
    
    Die Antwort kam prompt:
    
    „Sag mir wann. Und ich finde das Wo."
    
    Verena biss sich auf die Lippen. Kaute auf ihrer Strähne. Dachte nach. Und dann - zum ersten Mal - schickte sie ihm eine kleine Liste mit Cafés, an denen man sich sehen kann. Abgelegen. Aber nicht zu intim. Öffentlich. Sicher.
    
    Aber sie wusste: Es ist nur eine Frage der Zeit.
    
    Der Ausflug
    
    Es war ein Samstag, unscheinbar im Kalender, aber geladen mit Bedeutung. Die Verabredung kam beiläufig - eine Antwortmail von Verena auf Sebastians letzten Gruß, in der sie fragte: „Man könnte sowas auch bei einem Spaziergang besprechen. Samstagnachmittag?". Und er hatte sofort zugesagt.
    
    Sie trafen sich auf einem Parkplatz an einem Waldstück nahe der Stadtgrenze. Verena trug Jeans, ein schlichtes Oberteil, darüber einen offenen Trenchcoat. Die Haare locker gebunden, das Make-up wie immer dezent. Sebastian kam in dunkler Jeans, einem anthrazitfarbenen ...
    ... Mantel, darunter ein Strickpulli. Sein Dreitagebart war ein wenig dichter als sonst - ein feiner Kontrast zu seinem sonst so gepflegten Auftreten.
    
    Der Spaziergang war zunächst harmlos. Sie redeten über Alltägliches, über die Firma, Märkte, neue Vertriebswege. Doch bald kippte das Gespräch. Er erwähnte spontan nochmals ihren freudschen Versprecher im Meeting. Wie süß er den fand. Sie lachte verlegen, kaute kurz auf einer Haarsträhne -und sagte: „Ich war einfach nervös. Du hast mich aus dem Konzept gebracht."
    
    „Das war nicht meine Absicht. Oder vielleicht doch. Vielleicht wollte ich sehen, wie du reagierst."
    
    Verena sah ihn an. Lächelte. „Und?"
    
    „Du warst... charmant. Echt. Und sehr sexy dabei."
    
    Sie wurde rot, wechselte das Thema.
    
    Nach gut einer Stunde endete der Spaziergang an einem kleinen Café. Sie setzten sich an einen Tisch in der Sonne, bestellten Eis. Verena wählte Stracciatella und Amarena, Sebastian dunkle Schokolade und Haselnuss.
    
    Als sie sich über den Tisch beugten, um das Eis zu probieren, rutschte ein Tropfen geschmolzener Schokolade auf Sebastians Finger. Er leckte ihn ab, schaute sie an. Verena errötete wieder.
    
    „Magst du probieren?", fragte er, und hält ihr seine Waffel hin.
    
    Sie lachte. „Wenn du das mit jedem deiner Geschäftskontakte machst, wundert mich eure Auftragslage nicht."
    
    „Nein. Nur mit denen, die mir gefährlich werden könnten."
    
    „Bin ich gefährlich?"
    
    „Extrem."
    
    Als sie zurück zum Parkplatz gingen, war die Stimmung geladen. ...
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