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Das leerstehende Hotel Ch. 32
Datum: 17.07.2026, Kategorien: Fetisch
... kaufte ein paar Getränke, wobei ich davon ausging, dass die Damen ebenfalls für Proviant gesorgt hatten, aber der Immobilientyp, der ich heute wieder für ein paar Stunden sein würde, musste ja bei seiner Inspektion auch irgendwann durstig werden. Ich hatte mir auch überlegt, den Damen zu erzählen, dass ich gern allein in dem alten Hotel unterwegs war und dort manchmal sogar zum Mittag aß, da ich wusste, dass ich ungestört sein würde. Ich verspätete mich auch ein wenig; da es sich um eine charmant arrangierte Zufallsbegegnung handelte, kam es ja auf fünf Minuten nicht an. Um das Potenzial des Überraschungseffekts nicht leichtfertig zu verspielen, bemühte ich mich, die kreischende Metalltür unten extra leise zu öffnen und zu schließen und schob meine Honda auch rein, anstatt forsch ins Foyer zu düsen, was man oben ja gehört hätte. Natürlich wunderte ich mich, wieso hier bereits ein Motorrad stand und das Objekt heute nicht abgeschlossen war, aber das würde ich ja gleich herausfinden. Imposant wie das Hotel rüberkam, überkam wohl ziemlich jeden, der es zum allerersten Mal betrat, ein fasziniertes, aber auch leicht mulmiges Gefühl. Ja, das leere Gebäude wirkte friedlich und - wie eine Kathedrale - auch irgendwie beruhigend, doch, als oben unter dem Dach plötzlich zwei Tauben aufflatterten, erschreckte selbst ich mich. Mein Herz klopfte, und das nicht nur voller Vorfreude, und natürlich überlegte ich sogleich, wo genau ich die beiden jungen Damen denn nun antreffen ...
... würde. Hatten sie sich vielleicht eine Art Schnitzeljagd oder ein Versteckspiel ausgedacht? Mira und ich hatten uns über dieses Projekt auch schon ein paarmal die Köpfe zerbrochen, doch das war schon lange her. Gaben sie vor, ebenfalls für die Immobilienfirma zu arbeiten und wischten oben den Gang?Leicht bekleidet? Das wäre allerdings schon ordentlich an den Haaren herbeigezogen und auch nur wenig originell. Gerade Mira sprühte aber nur so vor Ideen, Witz und Humor. Ich war mir daher schon jetzt sicher, dass die beiden sich nicht in dem einzigen verbliebenen möblierten Zimmer aufhielten. Da ich das ja quasi musste, ging ich auf der zweiten Etage den Gang entlang und schaute in jedes Zimmer, die aber allesamt leer waren. Ich blieb auch einmal stehen und lauschte, ob ich die beiden nicht reden hören konnte, aber das ganze imposante Gebäude blieb still. Durch den Lichthof nach oben blickend bildete ich mir sogar ein, meinen Atem und mein Herz schlagen zu hören, aber das konnte auch täuschen. Aber auch ein Stockwerk obendrüber, auf der dritten Etage, war niemand. Ich blickte kurz in die Küche, wo ich mich entschied, meine Getränke erstmal in den Kühlschrank zu packen, der auch lief, aber nur eher lauwarm wirkte. Das Eisfach obendrüber wiederum schien kalt genug, um das Schmelzen der Eiswürfel im Beutel zumindest zu verlangsamen. Und ja: Da war auch Eiscreme. Sehr gut. Obwohl ich durchaus versucht war, steckte ich mir aber keine Kippe an, damit die Damen mich nicht kommen ...