1. Das leerstehende Hotel Ch. 32


    Datum: 17.07.2026, Kategorien: Fetisch

    ... riechen würden, und ging dann in den vierten Stock hoch, wo ich aber auch niemanden sah oder hörte. Als ich aber in das einzige verbliebene möblierte Zimmer blickte, war ich überrascht, jede Menge Klamotten auf den Betten verstreut zu sehen.
    
    Da waren zwei frisch aufgeschnipste, sicher auch noch warme BHs - Miras hellgrauer, sportlicher aus Baumwolle und dann noch ein schicker schwarzer mit Spitze, der wohl eher Gemini gehörte. Selbst Miras grauer Slip lag hier; frisch wie er aussah, schnupperte ich auch gleich an den beiden Schleimtropfen an dem Steg, um Witterung aufzunehmen - wobei der bereits fermentierte Duft nicht gerade betörend war.
    
    Das Original würde nachher gewiss frischer duften. Nun zog ich die Vorhänge noch schnell etwas weiter in Richtung Mitte und machte den Wandventilator an, damit es dann angenehmer sein würde. Das Fenster war bereits geöffnet, und nun erwartete ich schon fast, dass Mira und Gemini plötzlich in der Tür erscheinen würden - vielleicht sogar nackt, da Miras getragener Slip und die BHs ja hier lagen - aber es kam niemand.
    
    Es war weiterhin unheimlich still, was mich an die vorige Woche mit Gemini in der alten Pension erinnerte, wo die Atmosphäre oben im zweiten Stockwerk ja auch wie in einem Horrorfilm gewesen war.Ja, wie nun aber weiter?
    
    Ich ging erstmal pinkeln, denn ich konnte mir - bei aller Urophilie in unseren Reihen - beim besten Willen nicht vorstellen, binnen zehn Minuten als Immobilienfutzi, der doppelt so alt wie die Beiden ...
    ... war, auf die mir vorgeblich unbekannten Schönen zu mikturieren.Vielleicht sollte ich hier auf die beiden warten?
    
    Nein, das ergäbe keinen Sinn; ich musste sie weitersuchen. Obwohl ich hier auf dem Gang ebenfalls nichts hörte, trat ich dennoch in den Türrahmen der fünf anderen Zimmer, um mich zu vergewissern, dass die Damen sich nicht dort verbargen. Vielleicht hatten sie mich von oben kommen sehen und versteckten sich nun; aus Angst, dass ich siewobei-auch-immer erwischen würde?
    
    Denn sie konnten ja kaum einen legitimen Grund haben, hier zu sein. Auf dem Flur im fünften Stock waren wir all die Jahre so wenig gewesen wie auf dem zweiten unten, da es dort - außer leeren, identischen Zimmern - an sich nichts zu sehen gab. Doch nun bildete ich mir ein, die Stimmen der beiden zu vernehmen, wobei sie sich natürlich auf Tagalog, der Sprache ihrer Heimat, austauschten.
    
    Ja, wie es klang, waren die beiden Grazien im ersten Zimmer vorn, neben der Balkontür, quasi direkt über dem Eingang unten. Glücklicherweise hatte der Raum ein Fenster zum Gang, durch das ich nun auch gleich vorsichtig schmulte, nachdem ich mich hingehockt hatte:
    
    Ooh, ja! Die beiden schienen drinnen eine Art erotische Modenschau oder Fotosession abzuziehen. Mira saß auf einem Stuhl inmitten des ansonsten leeren Zimmers und blickte in Richtung der offenen Tür, wobei ich Gemini nahe letzterer vermutete, durch die ich allerdings noch nicht blicken wollte, weil Mira mich wohl sofort gesehen hätte.
    
    Dummerweise ...
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