1. Von der Wohngemeinschaft zur Bedarfsgemeinschaft


    Datum: 24.07.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... nicht jetzt, und alleinerziehend zu sein war nur der Notfallplan Ende 30. Auf dem Sofa sitzend starrte ich auf das Handy - soll ich es ihm sagen? Ja. Muss ich ihn hineinziehen? Nein. Möchte ich ich ihn als Partner? Oh, ja. Ist das fair zu ihm? Oh, nein. Ich wischte auf dem Screen herum, Jonathans Gesicht leuchtete auf. "Hi, schöne Ex-Mitbewohnerin, das hat ja lang gedauert. Hast du dich so schnell entliebt?" Er stutzte: "Was ist mir dir?" "Selber hi. Ich habe gegen unsere AGB verstoßen." "Welche? Und warum spielt das eine Rolle? Warum bist du verheult?" Ich schniefte. "Moment, bist du schwanger und allein?" "Ja", heulte ich los. "Hey, hey, hey, das ist kein Verstoß gegen unsere AGB, da hieß es 'keine Kondome' und 'mein Schwanz in deiner Pussy bis zum Abspritzen, wann immer es uns gefällt'. Dass du verhütest, war eine einseitige, nachträgliche Zusicherung deinerseits, die mich von nichts entbindet." "Was meinst du?" "Wir werden das durchstehen und diskutieren, was werden soll, was werden kann, was sein muss." "Willst du ein Kind großziehen?" "Es war jetzt nicht geplant, aber ein Kind großzuziehen würde mich nicht abschrecken. Ein Kind mit dir großzuziehen könnte mit den richtigen AGB ein paar schöne Jahre ergeben - das wäre ein lohnenswertes Ziel, ein schöner Lebensweg. Doch was willst du?" "Ich weiß es noch nicht, das Ergebnis ist wenige Stunden alt, ich bin hin- und hergerissen. Warum fragst du nicht, ob das Kind von dir ist?" "Weil du mich angerufen hast und nicht jemanden ...
    ... anders. Du hast die letzten zwei Jahre trotz 'keine Exklusivität' nicht anderen Männern hinterhergeschaut, ohne mich loszulassen oder aufzuziehen. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, redend, fickend, kochend, fickend, reisend, fi... - naja, du warst ja dabei. Ich glaube, dich zu kennen. Warum solltest du dich nach unserem Abschied von einem anderen schwängern lassen und dann gleich mich anrufen?" "Oh, Jonathan ..." "Weißt du, ich bin nächste Woche auf Dienstreise in Deutschland und wollte dich überraschen. Ich kann mir einen Tag mehr abkneifen und würde dich gern sehen, damit wir reden können. Damit ich dich in den Arm nehmen kann und vielleicht auch auf den Arm. Und damit dir ein Licht aufgeht." "Du Armleuchter. Danke. Jonathan?" "Ja?" "Ich vermisse dich." "Ich vermisse dich auch."
    
    Tage später trafen wir uns im Park. Wir traten aufeinander zu, um uns zu umarmen und zuckten im letzten Augenblick zurück. Jonathan fasste mich an den Schultern und schob mich weg: "Hallo, schöne Frau. Ich werde dich jetzt in den Arm nehmen und hoffe, dass du nicht um Hilfe rufst." Da hatte ich ihn schon unterlaufen und an mich gedrückt. "Komm, lass uns gehen, erzähl von Lissabon." Jonathan berichtete von der Dienstwohnung, der Concierge, die putzt und seine Sachen durchsucht, seiner Arbeit, den Kollegen und der spektakulären Stadt. "Ich habe es da echt gut getroffen und der Vergleich mit unserer WG würde unentschieden ausgehen." "Und was ist mit Frauen?" "Nee, keine Frauen, obwohl die ...
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